Hellweg beantragt Eigenverwaltung – Baumarktkette kämpft um Überleben
Veronique HänelHellweg beantragt Eigenverwaltung – Baumarktkette kämpft um Überleben
Die Baumarktkette Hellweg mit Sitz in Dortmund hat Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen reichte den Antrag beim Amtsgericht Essen ein, nachdem sich die finanziellen Probleme zugespitzt hatten. Inzwischen haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen.
Das Unternehmen kämpft seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen mit rückläufigen Umsätzen. 2023 verbuchte Hellweg bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Der Entzug der Warenkreditversicherung zwang das Unternehmen schließlich zur Insolvenzantragstellung.
Steigende Bau- und Energiekosten sowie die anhaltende Inflation belasten die gesamte Heimwerkerbranche. Die Branchenumsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Jahr 2025. Die rund 2.900 Mitarbeiter von Hellweg in ganz Deutschland erhalten nun für drei Monate Insolvenzgeld.
Das Insolvenzverfahren läuft mittlerweile unter gerichtlicher Aufsicht. Während das Unternehmen versucht, sich zu stabilisieren, erhalten die Beschäftigten vorläufige finanzielle Unterstützung. Die gesamte Baumarktbranche bleibt weiterhin von wirtschaftlichen Gegenwinden betroffen.






