H2-Trust: Blockchain revolutioniert die Rückverfolgung von grünem Wasserstoff
Hiltrud BolnbachH2-Trust: Blockchain revolutioniert die Rückverfolgung von grünem Wasserstoff
H2-Trust: Neues digitales System soll Lieferketten von grünem Wasserstoff revolutionieren
Ein neues digitales System namens H2-Trust soll die Nachverfolgung von grünem Wasserstoff entlang der gesamten Lieferkette grundlegend verändern. Die Plattform nutzt die Blockchain-Technologie, um von der Produktion bis zur Endnutzung fälschungssichere Aufzeichnungen zu erstellen – und garantiert so Transparenz sowie die Einhaltung strenger Vorschriften. Die Entwickler bezeichnen das System als „digitalen Fingerabdruck“ für Wasserstoff, der komplexe Dokumentationsprozesse deutlich vereinfachen soll.
Damit adressiert H2-Trust eine der größten Herausforderungen im Bereich grünen Wasserstoffs: die automatisierte Überprüfung der RED-Kriterien (Erneuerbare-Energien-Richtlinie). Dafür sind kontinuierliche Datenabgleiche aus mehreren Quellen nötig – von Energieerzeugern über Transportnetze bis hin zu Endverbrauchern. Die Plattform bietet drei verschiedene Methoden zur Datenerfassung an und ermöglicht so Flexibilität für Anlagen mit unterschiedlicher Sensorausstattung und Betriebsstrukturen.
Als Open-Source-Lösung konzipiert, verhindert H2-Trust eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und zielt darauf ab, den gesamten Wasserstoffmarkt zu bedienen. Sämtliche Daten bleiben dabei durchgängig transparent, unveränderbar und lückenlos rückverfolgbar. Ein Prototyp soll bis Mitte 2026 mit zwei Industriepartnern getestet werden, die bereits über eine starke Infrastruktur und ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Energie verfügen.
Zudem hat das Projekt den „BlockcH2ain“-Transferkreis ins Leben gerufen, um regionale Unternehmen in die Entwicklung digitaler Produktpässe für Wasserstoff einzubinden. Die bisherige Resonanz ist groß – ein Zeichen für das wachsende Interesse der Branche an digitalen Lösungen für die Rückverfolgung sauberer Energien.
Ab Mitte 2026 starten Praxistests mit ausgewählten Partnern. Durch den Blockchain-Ansatz soll H2-Trust nicht nur den Papierkram reduzieren, sondern auch die Regelkonformität verbessern und das Vertrauen in grüne Wasserstoff-Lieferketten stärken. Bei Erfolg könnte das System zum Standardwerkzeug für die Nachverfolgung nachhaltiger Energieträger in ganz Europa werden.






