Großrazzia auf NRW-Baustellen: Schwarzarbeit und Betrug aufgedeckt
Hiltrud BolnbachGroßrazzia auf NRW-Baustellen: Schwarzarbeit und Betrug aufgedeckt
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen auf Baustellen in vier Kreisen durchgeführt. Über 110 Beamte überprüften rund 280 Beschäftigte von 88 Arbeitgebern in den Kreisen Köln, Leverkusen, Rhein-Sieg und Rheinisch-Bergisch. Bei der Aktion wurden mehrere Verstöße aufgedeckt, darunter Schwarzarbeit und möglicher Betrug.
In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern kontrolliert, in Leverkusen 75 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern. Im Rhein-Sieg-Kreis wurden 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern überprüft, während im Rheinisch-Bergischen Kreis 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern unter die Lupe genommen wurden.
Während der Operation identifizierten die Beamten elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Gegen diese Personen und ihre Arbeitgeber wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. In fünf Fällen besteht der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug, in fünf weiteren Fällen ging es um nicht gemeldete Sozialabgaben. Zudem stehen drei Unternehmen im Verdacht, ihren Beschäftigten den gesetzlichen Mindestlohn vorzuenthalten.
Die Kontrollen förderten zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht zutage. Die Behörden haben gegen die Beteiligten Strafverfahren eingeleitet. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme mit Schwarzarbeit und Rechtsverstößen in der Baubranche.
