Gefälschte Papiere: 23-Jähriger arbeitet illegal in Nagelstudio in Borken
Hiltrud BolnbachGefälschte Papiere: 23-Jähriger arbeitet illegal in Nagelstudio in Borken
Ein 23-jähriger Mann hat mit gefälschten Dokumenten eine Stelle in einem Nagelstudio in Borken erlangt und dort illegal gearbeitet. Bei einer Routinekontrolle fielen den Behörden Unstimmigkeiten auf – insbesondere seine Krankenversicherungskarte weckte Zweifel. Der Fall hat nun strafrechtliche Ermittlungen und eine Überprüfung seiner falschen Identität zur Folge.
Die Täuschung flog auf, als Prüfer feststellten, dass die Krankenversicherungskarte des Mannes beschädigt war und das Foto darauf nicht mit seinem Aussehen übereinstimmte. Vor Ort befragt, wurde er zur örtlichen Polizeidienststelle gebracht, wo er gestand, eine falsche Identität genutzt zu haben.
Der Inhaber des Nagelstudios beteuerte, den Mann gutgläubig eingestellt zu haben, ohne von der Täuschung zu wissen. Zollbeamte nahmen den 23-Jährigen daraufhin in vorläufigen Gewahrsam. Weitere Überprüfungen ergaben, dass er seit Monaten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland lebte und arbeitete.
Die Ermittlungen dauern noch an, darunter auch die Suche nach dem rechtmäßigen Besitzer der Krankenversicherungskarte. Das Ausländeramt wird nun über eine mögliche Abschiebung entscheiden.
Der Mann bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen in Gewahrsam. Der Fall zeigt die Risiken auf, die mit der Einstellung von Mitarbeitern ohne gründliche Überprüfung verbunden sind. Der Studioinhaber kooperiert mit den Behörden, doch das Ergebnis des Strafverfahrens steht noch aus.






