18 January 2026, 04:11

Gedenkfeier in Viersen erinnert an NS-Opfer und die vergessenen Morde der ‚Aktion T4‘

Ein hellgrauer Steinplatten auf einer Gebäudewand trägt die Aufschrift 'Place de l'Hospital' in schwarzer Schrift.

Gedenkfeier in Viersen erinnert an NS-Opfer und die vergessenen Morde der ‚Aktion T4‘

Am Dienstag, dem 27. Januar, findet in der LVR-Klinik Viersen eine feierliche Gedenkveranstaltung statt. Organisiert von der Klinik und der Initiative "27. Januar" erinnert die Zeremonie an den deutschen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – darunter auch an die Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs an diesem Ort ermordet wurden.

Die Gedenkfeier beginnt um 15:00 Uhr vor dem Hauptverwaltungsgebäude der Klinik. Die Teilnehmer begeben sich im Anschluss auf einen Gedenkweg zu den Stolpersteinen auf dem Klinikgelände. Diese kleinen Gedenktafeln erinnern an die Opfer, die zwischen 1942 und 1944 im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms "Aktion T4" ermordet wurden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In der St.-Johannes-Kirche auf dem Klinikgelände werden die Namen von zehn ermordeten Patienten verlesen. Zu ihrem Gedenken werden Kerzen entzündet, wobei die konkrete Person, der in diesem Jahr besonders gedacht wird, nicht namentlich genannt wird. Solche Veranstaltungen ehren in der Regel kollektiv die mehr als 1.700 Menschen, die an diesem Ort ihr Leben verloren. Den Abschluss der Feier bildet ein Gedenk Gottesdienst in der Kirche, der den Anwesenden Raum für innere Einkehr bietet.

Die Veranstaltung vereint Überlebende, Angehörige und die lokale Gemeinschaft im gemeinsamen Gedenken. Durch das Verlesen der Namen und das Entzünden der Kerzen stellen die Organisatoren sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Die Klinik und die Initiative führen damit ihre Tradition der würdevollen Erinnerung am 27. Januar fort.