24 June 2026, 06:22

Funke Mediengruppe verlässt MVFP nach internen Konflikten bis 2027

Funke wendet sich von der Verleger-Vereinigung MVFP ab

Funke Mediengruppe verlässt MVFP nach internen Konflikten bis 2027

Die Funke Mediengruppe hat bekannt gegeben, bis Ende Juni 2027 aus dem MVFP (Medienverbund Fachverlage und Presse) auszutreten. Die Entscheidung folgt auf Streitigkeiten über das Wahlverfahren der Organisation sowie interne Kommunikationsprobleme. Das Unternehmen zählt seit Jahren zu den wichtigsten und einflussreichsten Mitgliedern des Verbands.

Der MVFP vertritt als Interessenvertretung Zeitschriften-, Medien- und Digitalverlage in Gesprächen mit Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Die Funke Mediengruppe, einer der größten Medienkonzerne Deutschlands, spielte darin eine zentrale Rolle und trug maßgeblich zu dessen Finanzierung bei.

Der Austritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verband einen Führungswechsel vollzieht: Der langjährige Vorsitzende Philipp Welte gibt sein Amt ab, als Nachfolger wird Lars Joachim Rose, Verleger beim Klambt-Verlag, erwartet. Warum Julia Becker, eine Führungskraft der Funke-Gruppe, keine Position in der Verbandsführung anstrebt, blieb offen.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen einen Branchenverband verlässt. Bereits Ende 2022 war es unter ähnlichen Umständen aus dem BDZV (Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger) ausgetreten.

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Die Mitgliedschaft der Funke Mediengruppe endet offiziell am 30. Juni 2027. Mit ihrem Abgang verliert der MVFP einen der größten Finanzierer und eine einflussreiche Stimme. Der Verband muss sich nun an den Verlust eines seiner bedeutendsten Mitglieder anpassen.

Quelle