12 February 2026, 15:28

Führerschein-Reform: Regierung will Kosten von über 3.000 Euro drastisch senken

Eine Person fährt ein Auto mit einem ID-Kartenhalter am Lenkrad, ihre Hand ist auf der linken Seite zu sehen, mit einem unscharfen Hintergrund.

Führerschein-Reform: Regierung will Kosten von über 3.000 Euro drastisch senken

Führerschein in Deutschland: Über 3.000 Euro – jetzt plant die Regierung Reformen, um Kosten zu senken

Der Führerschein kostet in Deutschland mittlerweile mehr als 3.000 Euro. Die hohen Preise treiben viele dazu, günstigere Wege zum Lernen zu suchen – von privatem Üben bis hin zu Verkehrsübungsplätzen. Nun will die Bundesregierung mit Reformen die Ausgaben reduzieren und den Prozess flexibler gestalten.

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Aktuell müssen Fahrschüler für den klassischen Pkw-Führerschein (Klasse B) 14 Theorieeinheiten und 12 Praxisstunden absolvieren. Da Fahrschulen unterschiedliche Preise verlangen, lässt sich durch Vergleich oftmals viel Geld sparen. Illegal bleibt jedoch das Fahren ohne Führerschein auf öffentlichen Straßen – selbst in ruhigen Wohngebieten.

Eine legale Alternative bietet privates Gelände, sofern es eingezäunt ist und eine Genehmigung vorliegt. Auch Verkehrsübungsplätze wie die ADAC-Anlage in Kaarst ermöglichen günstiges Üben. Der ADAC setzt sich für mehr Praxis ein und verweist auf das erfolgreiche Modell des begleiteten Fahrens, bei dem Fahrschüler mit einer Begleitperson zusätzliche Fahrpraxis sammeln.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat nun ein Reformpaket vorgelegt, um die Kosten zu drücken. Geplant sind unter anderem Online-Theoriestunden, weniger Pflicht-Sonderfahrten und die Möglichkeit, dass Eltern oder Freunde Übungsfahrten begleiten dürfen. Der ADAC unterstützt diesen Vorschlag, da er das Selbstvertrauen und die Fahrkompetenz stärke. Doch bis die Änderungen greifen, wird es dauern: Die Gesetzgebung könnte neun bis zwölf Monate in Anspruch nehmen, mit einer voraussichtlichen Umsetzung ab 2027.

Ziel der Reformen ist es, das Führerscheinlernen bezahlbarer und praxisnaher zu machen. Bis dahin können Fahrschüler Kosten sparen, indem sie Preise vergleichen, privates Gelände nutzen oder Übungsplätze besuchen. Sollten die Pläne verabschiedet werden, wäre es die größte Veränderung in der Fahrerausbildung seit Jahren.