Forschungsprojekt CircuPEM will grüne Wasserstoffproduktion revolutionieren
Hans-Günther KlappForschungsprojekt CircuPEM will grüne Wasserstoffproduktion revolutionieren
Neues Forschungsprojekt CircuPEM soll Nachhaltigkeit der grünen Wasserstoffproduktion verbessern
Unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum zielt das Vorhaben auf die Weiterentwicklung von Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseure) ab – einer Schlüsseltechnologie für saubere Energie. Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Abhängigkeit von teuren und knappen Rohstoffen zu verringern, indem es einen kreislauforientierten Ansatz fördert.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt vereint wichtige Partner, darunter das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Gemeinsam werden sie die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette analysieren, Ineffizienzen aufdecken und neue Geschäftsmodelle für die Wiederverwendung von Materialien entwickeln.
CircuPEM erhält rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Zudem ist es Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union unterstützt wird. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, betont die dringende Notwendigkeit, die hohen Kosten und die Knappheit der in PEM-Elektrolyseuren verwendeten Materialien anzugehen.
Das Team wird untersuchen, wie sich die Wiederverwendung kritischer Komponenten maximieren lässt, um Abfall zu reduzieren und die Produktionskosten zu senken. Die Ergebnisse sollen in praktische Empfehlungen für die Industrie münden und so die Wasserstoffproduktion nachhaltiger und wirtschaftlich tragfähiger machen.
Die Projektergebnisse könnten die Herstellung und Wartung von PEM-Elektrolyseuren grundlegend verändern. Durch die Etablierung eines Kreislaufwirtschaftskonzepts strebt CircuPEM eine stabile Materialversorgung bei gleichzeitig sinkenden Ausgaben an. Die Erkenntnisse könnten auch breitere Bemühungen zur Skalierung von grünem Wasserstoff als saubere Energiequelle beeinflussen.






