Forscher:innen testen, wie die 15-Minuten-Stadt Lieferverkehr in Städten revolutioniert
Dimitri EigenwilligForscher:innen testen, wie die 15-Minuten-Stadt Lieferverkehr in Städten revolutioniert
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ die urbane Logistik verändern könnte. Die Idee besteht darin, dass Bewohner:innen alle alltäglichen Grundbedürfnisse innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichen können – für mehr Bequemlichkeit und Nachhaltigkeit. Die von der Bergischen Universität Wuppertal geleitete Studie konzentriert sich darauf, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferverkehren in Stadtvierteln beeinflussen.
Das Projekt POTUS wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität Wuppertal koordiniert. Ziel ist es zu analysieren, wie lokale Angebote den Bedarf an Gütertransport in verschiedenen Gebieten prägen. Zudem untersuchen die Forscher:innen, wie Merkmale eines Stadtteils – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner:innen – die Liefermuster verändern.
Das Team ermittelt, in welchen Vierteln der Lieferverkehr besonders stark ansteigt und unter welchen Bedingungen. Eine weitere Herausforderung ist die mangelnde Vergleichbarkeit von Daten in europäischen Ländern, was die Nutzung von Informationen für das urbane Güterverkehrsmanagement erschwert. Regelmäßige Erhebungen seien nötig, um diese Lücken zu schließen und wirksame Verkehrslösungen zu entwickeln.
Am Projekt sind internationale Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien beteiligt, ebenso wie die deutschen Städte Düsseldorf und Wiesbaden. Die Finanzierung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro stammt aus dem EU-Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Quellen.
Die Ergebnisse sollen die Stadtentwicklung prägen, indem sie die Machbarkeit lokaler Versorgungsnetze und kurzer Wege ausloten. Die Forschung zielt darauf ab, handfeste Erkenntnisse für die Verkehrsplanung in Städten zu liefern, die das 15-Minuten-Modell umsetzen. Eine bessere Datenerfassung könnte zudem künftige Strategien für die Steuerung des urbanen Güterverkehrs verbessern.






