Feuerwehrverband NRW fordert mehr Geld und Anerkennung für Zivilschutz
Hans-Günther KlappFeuerwehrverband NRW fordert mehr Geld und Anerkennung für Zivilschutz
Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen legt Forderungen für Koalitionsverhandlungen vor
Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat seine zentralen Forderungen für die anstehenden Koalitionsgespräche vorgelegt. Die Organisation fordert die neue Bundesregierung auf, den Zivilschutz gleichberechtigt neben den Militärhaushalt zu stellen. Zudem betont sie die Notwendigkeit einer besseren Anerkennung des Engagements freiwilliger Feuerwehrleute.
Ein zentrales Anliegen ist die vollständige Bundesfinanzierung des Zivilschutzes. Der Verband argumentiert, dass Feuerwehrwachen in Infrastrukturinvestitionsprogramme aufgenommen werden sollten, da sie einen wesentlichen Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands bilden. Zudem stellen diese Wachen 80 Prozent des Personals für den Zivil- und Katastrophenschutz im Land.
Ein weiterer wichtiger Vorschlag ist die automatische Anerkennung von Verletzungen, die freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz erleiden, als Dienstunfälle – unabhängig von etwaigen Vorerkrankungen.
Der Verband äußert sich auch zur möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht. Falls diese kommt, fordert er die Rückkehr ziviler Ersatzdienstmöglichkeiten im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz. Dazu gehört auch die Option, dass Wehrpflichtige in freiwilligen Feuerwehren ihren Dienst ableisten können.
Die Forderungen des Verbandes zielen darauf ab, den Zivilschutz in Deutschland zu stärken. Dazu gehören finanzielle Unterstützung, bessere Unfallanerkennung für Ehrenamtliche sowie erweiterte Dienstoptionen. Diese Maßnahmen sollen die Rolle der Feuerwehren in der nationalen Notfallvorsorge festigen.
