Falschgeld-Welle in Hagen: Warum Bäckereien jetzt besonders leiden
Dimitri EigenwilligFalschgeld-Welle in Hagen: Warum Bäckereien jetzt besonders leiden
Falschgeld bereitet kleinen Unternehmen in Hagen zunehmend Sorgen
Im Jahr 2025 beschlagnahmte die Polizei in Hagen 300 gefälschte Banknoten – doch die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen. Besonders betroffen sind lokale Bäckereien in der Nähe, die für Betrüger oft ein leichtes Ziel darstellen. Viele Betriebe ergreifen nun zusätzliche Maßnahmen, um sich vor Falschgeld zu schützen.
Häufig setzen Kriminelle gefälschte Großscheine wie 50-Euro-Noten ein, um damit günstige Waren zu bezahlen und echtes Wechselgeld als Gewinn einzustecken. Doch auch kleinere Scheine werden immer öfter nachgemacht, sodass Unternehmen gezwungen sind, jede Transaktion genau zu prüfen. In einer Hagener Bäckerei in der Nähe kontrolliert Verkäuferin Mavrici Xhemile mittlerweile jeden Geldschein sorgfältig, bevor sie ihn annimmt.
Laut Bundesbank wurden allein im ersten Halbjahr 2025 rund 36.000 Blüten im Wert von über zwei Millionen Euro sichergestellt. Geschäfte, die unbewusst Falschgeld erhalten, müssen zudem eine Gebühr zahlen – ein weiterer Verlust. Inhaberin Stefanie Kamp hat in ihrem Laden sogar Hinweisschilder aufgehängt, um sich bei Kunden für Verzögerungen durch die zusätzlichen Kontrollen zu entschuldigen.
Um Falschgeld zu erkennen, raten Experten, die Banknoten auf erhabene Druckelemente, Wasserzeichen und Hologramme zu prüfen – durch Fühlen, Betrachten und Kippen. Zwar gibt es in Hagen keine spezielle Polizeieinheit für die Analyse von Falschgeld, doch die Behörden beobachten die Entwicklung genau.
Der Anstieg gefälschter Banknoten zwingt kleine Unternehmen zu erhöhter Wachsamkeit. Da Betrüger gezielt Läden wie Bäckereien in der Nähe ins Visier nehmen, investieren Inhaber nun Zeit und Mühe, um jede Zahlung zu überprüfen. Die Lage zeigt keine Besserung – Geschäfte und Polizei bleiben in Alarmbereitschaft.
