18 June 2026, 14:23

Falsches Nahverkehrs-Ticket in Düsseldorf: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot

Nein, die Nahverkehrsgesellschaft Rhein-Ruhr gibt keine 6-Monats-Tickets für 2,35 Euro weg

Falsches Nahverkehrs-Ticket in Düsseldorf: Betrüger locken mit 2,35-Euro-Angebot

Betrügerischer Facebook-Beitrag in Düsseldorf: Unbegrenztes Nahverkehrsticket für 2,35 Euro entpuppt sich als Fälschung

In Düsseldorf verbreitet sich derzeit ein betrügerischer Facebook-Beitrag, der ein halbes Jahr unbegrenztes Fahren für nur 2,35 Euro verspricht. Hinter dem Schwindel steckt eine gefälschte Seite, die sich als Rheinbahn – der lokale Verkehrsbetreiber – ausgibt. Opfer berichten, dass nach der ersten Zahlung weitere Forderungen gestellt wurden.

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Der irreführende Beitrag tauchte erstmals am 12. Juli 2025 auf einer neu erstellten Facebook-Seite auf. Darin hieß es, die Rheinbahn biete aus Anlass ihres 25-jährigen Jubiläums 500 Prepaid-Karten zu diesem Niedrigpreis an. Später bestätigte das Unternehmen, dass weder das Angebot noch das angebliche Jubiläum der Wahrheit entsprachen.

Der Beitrag wurde gezielt über Facebook-Werbung an Nutzer in Düsseldorf verbreitet. Die dahinterstehende Seite war erst am 30. Juni 2025 eingerichtet worden und zählte lediglich zehn Follower – während die offizielle Rheinbahn-Seite über 47.000 hat. Ein Link im Beitrag führte zu einer Website mit dem Rheinbahn-Logo, aber einer anderen Domain als der echten rheinbahn.de. Zudem fehlte ein Impressum.

Wer die 2,35 Euro überwiesen hatte, wurde anschließend aufgefordert, höhere Beträge für die angebliche Ticketausgabe zu zahlen. Stattdessen präsentierte die Seite ein „Glücksspiel“, das persönliche Daten – darunter Kreditkarteninformationen – abfragte. Ermittlungen zeigten, dass über 1.000 ähnliche Facebook-Seiten in mehr als 60 Ländern nach demselben Muster vorgehen.

Die Rheinbahn distanzierte sich ausdrücklich von dem Angebot und der Website. Die Behörden warnen Nutzer, vor der Eingabe persönlicher oder Zahlungsdaten offizielle Seiten und Domains zu prüfen. Der Fall steht exemplarisch für eine wachsende Welle betrügerischer Maschen, die weltweit Verkehrsnutzer ins Visier nehmen.

Quelle