05 February 2026, 23:14

Evonik schrumpft: Rückgang bei Umsatz und Dividendenstrategie überarbeitet

Eine Karikatur eines Mannes, der neben einem von einem Pferd gezogenen Wagen mit einem Rad in der Mitte steht, mit der Inschrift "Die Standard Oil Company wird im März eine weitere 16-prozentige Dividende ausschütten."

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik schrumpft: Rückgang bei Umsatz und Dividendenstrategie überarbeitet

Evonik meldet Rückgang bei Umsatz und Ertrag für 2025 – Stellenabbau und neue Dividendenpolitik angekündigt

Der Chemiekonzern Evonik verzeichnete für das Jahr 2025 einen spürbaren Rückgang bei Umsatz und Ertrag, wobei beide Kennziffern fast im zweistelligen Bereich einbrachen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, seine Belegschaft zu verkleinern und führte eine neue Dividendenpolitik für Aktionäre ein. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Konkurrenz durch chinesische Hersteller in zentralen Märkten.

Der Umsatz des Konzerns sank 2025 um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) ging um neun Prozent zurück und lag knapp unter 1,9 Milliarden Euro.

Evonik bleibt zwar ein wichtiger Akteur im europäischen Markt für Spezialchemikalien. Doch chinesische Wettbewerber haben in Bereichen mit standardisierten Produkten an Boden gewonnen. Als Reaktion darauf verlagert das Unternehmen seinen Fokus auf hochmargige Segmente wie Gesundheitswesen, Ernährung und Hochleistungswerkstoffe, in denen es wettbewerbsfähiger positioniert ist.

Für 2026 rechnet Evonik mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Im Rahmen seiner Umstrukturierung plant das Unternehmen zudem, im kommenden Jahr rund 1.000 Stellen abzubauen.

Um die Investoren zu beruhigen, präsentierte Evoniks Vorstandsvorsitzender eine neue Dividendenstrategie. Ab 2026 soll die Ausschüttung bei 1,00 Euro pro Aktie beginnen. Künftig werden die Dividenden zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, hat den überarbeiteten Ansatz bereits unterstützt.

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Die Finanzzahlen für 2025 spiegeln ein schwieriges Jahr für Evonik wider, geprägt von sinkendem Umsatz und Ertrag. Die geplanten Stellenstreichungen und die angepasste Dividendenpolitik deuten auf einen strategischen Kurswechsel hin, mit dem sich das Unternehmen an die Marktbedingungen anpasst. Nun wird sich zeigen, wie Aktionäre und Mitarbeiter diese Schritte im Jahr 2026 bewerten werden.