Essen setzt auf Solarenergie: Neue Großprojekte für mehr Ökostrom
Veronique HänelEssen setzt auf Solarenergie: Neue Großprojekte für mehr Ökostrom
Essen treibt den Ausbau der Solarenergie in der Stadt entschlossen voran. Die Initiative unterstützt die Klimaziele im Rahmen des Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans (SECAP). Zu den neuen Vorhaben zählen Dachanlagen, Freiflächen-Solarparks sowie eine große Solar-Carport-Anlage auf dem Gelände der Messe Essen.
Seit Januar 2022 fördert die Stadt die Installation von Solarmodulen auf privaten Gebäudedächern. Nun liegt der Fokus auf bodengestützten Photovoltaik(PV)-Systemen. Eine aktuelle Bewertung identifizierte 29.840 geeignete Teilflächen, die potenziell rund 538 Megawatt (MW) Solarstromkapazität bieten könnten.
Sechs dieser Standorte wurden für eine vertiefte Prüfung vorselektiert. Bei Genehmigung würden sie zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Essen beitragen.
Ein weiteres zentrales Projekt ist ein Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Nach Fertigstellung soll die Anlage eine Leistung von etwa 11 Megawatt Peak (MWp) erbringen und jährlich rund 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom produzieren. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Baugenehmigungsphase; mit dem Baubeginn wird im Herbst 2026 gerechnet.
Die erweiterte Solarstrategie der Stadt steht im Einklang mit den nationalen Zielen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2023). Die neuen Solaranlagen werden Essen helfen, seine Klimaverpflichtungen zu erfüllen. Der Solar-Carport auf dem Messegelände und die sechs vorselektierten Flächen für Freiflächen-PV-Anlagen sind konkrete Schritte zur Steigerung der erneuerbaren Energien. Die weiteren Entwicklungsphasen hängen von den Bauzeitplänen und den endgültigen Genehmigungen ab.






