Essen bleibt Vorreiter: Zweite Auszeichnung als Fairtrade-Stadt nach über zehn Jahren Engagement
Hiltrud BolnbachEssen bleibt Vorreiter: Zweite Auszeichnung als Fairtrade-Stadt nach über zehn Jahren Engagement
Essen wurde erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet – und das nach mehr als einem Jahrzehnt der Erfüllung strenger internationaler Standards. Die erneute Zertifizierung ist bereits die zweite Auszeichnung dieser Art für die Ruhrgebietsmetropole, die den Titel erstmals 2013 erhielt. Verantwortliche betonen die entscheidende Rolle lokaler Unternehmen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger, die Essens Engagement für fairen Handel kontinuierlich tragen.
Der Weg dorthin begann 2012, als der Essener Stadtrat offiziell beschloss, den fairen Handel zu fördern. Ein lokales Steuerungsgremium koordinierte seitdem die Aktivitäten in der gesamten Stadt. Am 15. November 2013 wurde Essen schließlich als 211. deutsche Stadt mit dem Titel Fairtrade-Town ausgezeichnet.
Seither erfüllt die Stadt durchgehend die fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne: Dazu gehört die Verfügbarkeit fair gehandelter Produkte in Läden, Cafés und öffentlichen Einrichtungen. Auch Schulen, Vereine, Initiativen und Medien leisten einen wichtigen Beitrag, um das Bewusstsein für fairen Handel zu schärfen.
Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte die erneute Auszeichnung als "Quelle des Stolzes" für Essen. Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport, unterstrich, dass Nachhaltigkeit durch fairen Handel weiterhin Priorität habe. Der Erfolg basiere auf breiter Beteiligung – nicht nur seitens der Stadtverwaltung, sondern auch von Einzelhändlern, Gastronomiebetrieben und der Bevölkerung.
Essen reiht sich damit ein in über 2.200 Städte in 36 Ländern, die mittlerweile als Fairtrade-Towns anerkannt sind. Deutschland ist Vorreiter der Bewegung mit mehr als 850 zertifizierten Kommunen – darunter auch Essen.
Die erneute Zertifizierung bestätigt Essens langjähriges Engagement für die Prinzipien des fairen Handels. Mit der aktiven Einbindung verschiedener Sektoren setzt sich die Stadt weiterhin für ethischen Konsum und globale Nachhaltigkeit ein. Die Auszeichnung steht für die anhaltende Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft.
