Erste deutsche Schule in Gelsenkirchen erhält "Sicherer Hafen"-Zertifikat für Kinderschutz
Hans-Günther KlappErste deutsche Schule in Gelsenkirchen erhält "Sicherer Hafen"-Zertifikat für Kinderschutz
Schule Buer-Mitte in Gelsenkirchen wird am kommenden Wochenende als erste Schule Deutschlands mit dem "Sicherer Hafen"-Kinderschutz-Zertifikat ausgezeichnet. Die Anerkennung folgt auf ein Pilotprojekt, das in diesem Jahr gestartet wurde, um für Kinder in Notsituationen sichere Rückzugsorte zu schaffen.
Die Schule initiierte das Vorhaben in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Betrieben und Vereinen, die sogenannte "Schutzinseln" für gefährdete Kinder und Jugendliche einrichten. Mitarbeiter an diesen Orten werden darin geschult, Anzeichen von Hilflosigkeit oder Bedrängnis zu erkennen und sofort Unterstützung anzubieten.
Mittlerweile bereiten sich auch andere Schulen in Gelsenkirchen darauf vor, das Modell zu übernehmen, unterstützt durch die städtische Initiative KiJuTe (Kinder-, Jugend- und Teilhabebüro). Zwar gibt es bisher keine ähnlichen Pläne in anderen deutschen Städten, doch die Verantwortlichen hoffen, dass der Ansatz langfristig über die Region hinaus Schule machen wird.
Das Ziel der Initiative ist klar: Kinder in Krisensituationen sollen schnell Zugang zu vertrauenswürdigen Bezugspersonen und geschützten Umgebungen ermöglicht werden. Durch den Ausbau des Netzes geschulter Helfer will die Schule ein engmaschigeres Sicherheitsnetz für Schülerinnen und Schüler in der gesamten Gemeinde knüpfen.
Die offizielle Zertifizierungsfeier findet an diesem Samstag statt und markiert einen Meilenstein im Kinderschutz für Gelsenkirchen. Sollte sich das Programm bewähren, könnte es andere Kommunen dazu anregen, eigene Varianten des "Sicherer Hafen"-Modells zu entwickeln. Aktuell liegt der Fokus jedoch darauf, die Unterstützung innerhalb der Gelsenkirchener Schulen und Partnerorganisationen weiter zu stärken.
