ELBA Zukunftwerk in Wuppertal: Seit Tagen ohne Heizung wegen Preiskonflikt
Hiltrud BolnbachELBA Zukunftwerk in Wuppertal: Seit Tagen ohne Heizung wegen Preiskonflikt
Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftwerk seit fast einer Woche ohne Heizung
Nach einem Streit über die Fernwärmepreise sitzen die Mieter des Wuppertaler ELBA Zukunftwerk seit nahezu einer Woche ohne Heizung da. Zwischen dem Betreiber des Gebäudes und dem städtischen Versorger WSW schwelt weiterhin ein Konflikt über die Preisgestaltung. Zwar liegt ein neuer Vertragsentwurf vor, doch solange er nicht unterzeichnet ist, frieren die Unternehmen buchstäblich im Kalten.
Auslöser der Auseinandersetzung war die Kündigung des Wärmeliefervertrags durch die WSW, die daraufhin die Versorgung des ELBA Zukunftwerk einstellte. Der Versorger verteidigt das aktuelle Preismodell, das die Fernwärmekosten an die Gaspreise koppelt, als fair. Doch das Landgericht Wuppertal urteilte kürzlich, dass diese Praxis rechtswidrig sei – woraufhin die WSW Berufung einlegte. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Die Rechtsvertretung des ELBA kritisiert die Abschaltung als unverhältnismäßig und wirft dem Versorger vor, die Arbeit der Mieter unnötig zu behindern. Der Betreiber besteht darauf, dass die Sperrung der Heizung gegen seine Rechte verstoße, und drängt auf eine schnelle Lösung. Unterdessen liegt ein neuer Liefervertrag des Energieunternehmens Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) auf dem Tisch – doch solange er nicht unterzeichnet ist, bleibt das Gebäude ohne Wärme. Die Mieter müssen weiterhin mit unbeheizten Räumen auskommen, während die Verhandlungen stocken und die juristischen Auseinandersetzungen andauern.
Erst wenn sich beide Seiten auf einen neuen Vertrag einigen, wird die Heizung wieder eingeschaltet. Bis dahin müssen die Mieter in kalten Büros ausharren, während das Gericht über die Berufung der WSW entscheidet. Der Fall zeigt die grundsätzlichen Spannungen auf, die in Wuppertal bei der Festsetzung der Fernwärmepreise herrschen.
