Ein Dorf hält die Magie der Nikolausbriefe seit Generationen lebendig
Veronique Hänel72-Jähriger hält Tradition in Nikolausdorf am Leben - Ein Dorf hält die Magie der Nikolausbriefe seit Generationen lebendig
Jedes Jahr hält ein kleines deutsches Dorf eine herzerwärmende Tradition am Leben, indem es Briefe an den heiligen Nikolaus beantwortet. In Nikolausdorf versammelt sich ein Team aus Ehrenamtlichen – manche mit jahrzehntelanger Erfahrung – in der Adventszeit, um auf jede Kinderpost eine Antwort zu schreiben. Für sie ist diese saisonale Aufgabe mehr als nur eine Pflicht; es ist ein liebgewonnener Brauch, der seit Generationen weitergegeben wird.
Das Weihnachtspostamt in Nikolausdorf, bekannt als die Weihnachtspoststelle, beginnt seine Arbeit schon lange vor dem Dezember. Selbst außerhalb der Festtage treffen ständig Briefe an den heiligen Nikolaus ein. Wenn die Adventszeit beginnt, haben sich bereits rund 500 Karten und Briefe angesammelt, die auf eine Antwort warten.
An der Spitze dieses Engagements steht der 72-jährige Hubert Weddehage, der die Aktion seit Jahrzehnten leitet. Seine Verbindung zu dieser Tradition ist tief verwurzelt – als 17-jähriger Schüler schloss er sich erstmals dem Team an, dem Beispiel seines Vaters folgend. An seiner Seite hat auch Christoph Drees einen Großteil seines Lebens dem Projekt gewidmet; er begann im selben jungen Alter und ist seitdem dabei. In den hektischsten Wochen der Adventszeit arbeiten bis zu 20 Freiwillige in Nikolausdorf zusammen. Die meisten Briefe erhalten eine vorgedruckte Karte mit einem festlichen Gruß. Doch manche stechen heraus. Besonders berührende oder herzliche Botschaften bekommen eine persönliche, sorgfältig handgeschriebene Antwort. Für das Team sind es genau diese Momente, die die langen Stunden lohnenswert machen.
Dank des Einsatzes von Freiwilligen wie Weddehage und Drees bleibt die Tradition, Briefe an den heiligen Nikolaus zu beantworten, ungebrochen. Jeden Dezember bringen sie mit ihrer Arbeit Kindern Freude, die in der Hoffnung auf eine Antwort schreiben. Das Postamt in Nikolausdorf bleibt ein stilles, aber beständiges Symbol vorweihnachtlicher Nächstenliebe.
