Düsseldorfer Flughafen beantragt mehr Flexibilität für Flugkapazitäten bis 2040
Hiltrud BolnbachDüsseldorfer Flughafen beantragt mehr Flexibilität für Flugkapazitäten bis 2040
Flughafen Düsseldorf reicht angepassten Genehmigungsantrag für mehr Flexibilität im Flugverkehr ein
Flughafen Düsseldorf reicht angepassten Genehmigungsantrag ein: Flexiblere Kontingente, moderne Flugzeuge, unveränderte Nachtflugregeln und mehr
17. Dezember 2025, 10:32 Uhr
Der Flughafen Düsseldorf hat beim Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen einen überarbeiteten Planfeststellungsantrag eingereicht. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Flugkapazitäten zu erhöhen und dabei bestimmte bestehende Beschränkungen beizubehalten. Die Behörden prüfen nun die Unterlagen, bevor diese in die öffentliche Auslegung gehen.
Der aktualisierte Antrag basiert auf einer Luftverkehrsprognose für das Jahr 2040 und umfasst eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Eine zentrale Änderung sieht vor, die koordinierten Flugbewegungen im aktuellen Zweibahn-System von 47 auf 60 pro Stunde zu erhöhen. Die Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt jedoch unverändert.
Zudem beantragt der Flughafen Baumaßnahmen zur Optimierung der Bodenabfertigung und eine flexiblere Nutzung der Doppelbahn-Betriebszeiten. Eine weitere Anpassung würde es ermöglichen, dass bisher für die Allgemeine Luftfahrt reservierte Slots auch für Linien- und Charterflüge genutzt werden können.
Die Nachtflugregelungen bleiben weitgehend bestehen: Zwischen 22:00 und 23:00 Uhr sind keine Starts erlaubt, Landungen nur eingeschränkt möglich. Heimbasis-Carrier dürfen bis Mitternacht landen, während verspätete Flüge anderer Airlines bis 23:30 Uhr eintreffen müssen.
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr prüft zunächst die Vollständigkeit der Unterlagen. Nach Freigabe übernimmt die Bezirksregierung Düsseldorf die öffentliche Auslegung, in deren Rahmen die Pläne einsehbar sind und Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingeholt werden.
Mit dem überarbeiteten Antrag soll ein Ausgleich zwischen Wachstum und den bestehenden Grenzen für Lärm und Verkehr gefunden werden. Bei einer Genehmigung würden die Änderungen eine flexiblere Nutzung der Start- und Landebahnen sowie der Slots ermöglichen. Der nächste Schritt hängt von der Prüfung durch das Ministerium und dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung ab.
