11 January 2026, 22:50

Düsseldorfer Apotheker protestieren mit schwarzem Freitag gegen drohende Schließungen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Frauen, die um einen Tisch in einer Apotheke stehen, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Tisch und Regalen voller Flaschen im Hintergrund, mit Text und einem Stempel unten auf dem Bild.

Düsseldorfer Apotheker protestieren mit schwarzem Freitag gegen drohende Schließungen

Apothekenmitarbeiter in Düsseldorf protestieren mit auffälliger Aktion gegen die finanzielle Not deutscher Apotheken

Am „Black Friday“ haben die Angestellten der Regina-Apotheke in Düsseldorf mit einer markanten Protestaktion auf die prekäre wirtschaftliche Lage von Apotheken in ganz Deutschland aufmerksam gemacht. Das Team trug schwarze T-Shirts mit der deutlichen Botschaft: „Die Politik muss jetzt handeln – sonst verschwindet Ihre Apotheke.“ Die Kampagne zielt darauf ab, dringende Reformen in der Gesundheitspolitik durchzusetzen, bevor noch mehr lokale Apotheken für immer schließen müssen.

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Der Protest startete am 25. November 2022 unter der Führung des Apothekers Ioannis Hatzianastassiou und Dr. Andrea Malcher. Bewusst wählten sie den „Black Friday“ als Symboltag, um auf die Krise hinzuweisen – denn viele Kunden gehen fälschlicherweise davon aus, dass Apotheken hohe Gewinne mit teuren Medikamenten erzielen. Doch die Realität sieht anders aus: Die Vergütungen decken oft kaum die Kosten, sodass viele Betriebe am Existenzminimum operieren.

Die T-Shirts richten sich nicht nur an Politiker, sondern auch an die Öffentlichkeit. Die Mitarbeiter berichten, dass Kunden häufig nach der Aktion fragen – ein Zeichen dafür, wie wenig die Bevölkerung die Bedrohung für Apotheken erkennt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Ohne politische Kurskorrekturen werden weitere Schließungen unvermeidbar sein. Bei der Regina-Apotheke handelt es sich dabei nicht um eine Einmalaktion. Das Team plant weitere Schritte, darunter Aufklärungskampagnen, Streiks in Zusammenarbeit mit Berufsverbänden sowie lokale Initiativen wie Unterschriftenaktionen. Zudem arbeiten sie mit anderen Apotheken und Branchenverbänden zusammen, um ihre Forderungen nach fairer Finanzierung und besseren Arbeitsbedingungen lauter zu machen.

Die Kampagne unterstreicht eine wachsende Sorge: Immer mehr Apotheken stehen vor dem Aus, wenn sich die Gesundheitspolitik nicht ändert. Mit weiteren Protesten und Öffentlichkeitsarbeit will das Team Druck ausüben, bevor es zu spät ist. Ihr Ziel ist klar: die Zukunft der Apotheken vor Ort sichern, bevor sie aus den Innenstädten verschwinden.