Düsseldorf setzt auf stille Müllabfuhr mit zwei E-Lkws für weniger CO₂
Hiltrud BolnbachDüsseldorf setzt auf stille Müllabfuhr mit zwei E-Lkws für weniger CO₂
Düsseldorf hat zwei voll-elektrische Müllfahrzeuge eingeführt, um Emissionen und Lärm in der Stadt zu reduzieren. Die neuen Fahrzeuge, die Teil einer Investition in Höhe von einer Million Euro durch die Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD) sind, nahmen im Dezember 2025 ihren Betrieb auf. Sie ersetzen ältere Dieselmodelle und sollen jährlich etwa 60 Tonnen CO₂ einsparen.
Die beiden Renault Trucks E-Tech D Wide-Modelle bedienen nun sechs Stadtteile und leeren wöchentlich rund 16.400 blaue Altpapiertonnen. Allein im Jahr 2025 wurden auf diese Weise fast 5.500 Tonnen Altpapier gesammelt. Die elektrischen Müllwagen fahren leise und stoßen vor Ort keine Emissionen aus, was sie ideal für den urbanen Stop-and-Go-Verkehr macht.
Die ZWD erhielt 550.000 Euro an Fördermitteln aus dem Düsseldorfer Klimaschutzhaushalt, um den Kauf zu finanzieren. Die Stadt strebt bis 2035 Klimaneutralität an, und die neuen Fahrzeuge sind ein Schritt in diese Richtung. Zwar waren die Anschaffungskosten hoch, doch die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich die Investition durch langfristige Einsparungen bei Kraftstoff und Wartung amortisieren wird.
Auch andere deutsche Städte wie Hamburg, Berlin und Wiesbaden haben ähnliche Projekte gestartet. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, etwa die begrenzte Reichweite der Fahrzeuge, die Ladeinfrastruktur und die Notwendigkeit, Depots für Elektroflotten umzurüsten. Trotz dieser Hürden gewinnt der Umstieg auf elektrische Müllabfuhr an Fahrt.
Die E-Müllfahrzeuge sind mittlerweile im täglichen Einsatz und tragen in Düsseldorf zu weniger Lärm und Emissionen bei. Da die Stadt innerhalb eines Jahrzehnts klimaneutral werden will, könnten weitere Ausbaustufen der Elektroflotte folgen. Das Projekt dient zudem als Vorbild für andere Kommunen, die über nachhaltigere Lösungen in der Abfallwirtschaft nachdenken.






