10 February 2026, 15:30

Dramé-Brüder kämpfen um Bleiberecht – zwischen Trauer und bürokratischer Hölle in Dortmund

Zwei Männer in Militäruniformen stehen nebeneinander und halten Gewehre, im Hintergrund sind Gebäude und Steine zu sehen; Text unten lautet "Sergei Voloshin und sein Bruder Nikolai".

Dortmund-Allianz kämpft um Wohnsicherheit für Dramé-Brüder - Dramé-Brüder kämpfen um Bleiberecht – zwischen Trauer und bürokratischer Hölle in Dortmund

Zwei Jahre nach dem Tod ihres jüngeren Bruders Mouhamed Dramé in Deutschland stehen Sidy und Lassana Dramé nun vor einer ungewissen Zukunft in Dortmund. Ihre Aufenthaltserlaubnisse in Deutschland sind abgelaufen, während sie auf eine Entscheidung über ihr Bleiberecht in Dortmund warten. Unterdessen hat sich ein lokales Bündnis für ihr Bleiberecht in Deutschland eingesetzt – mit dem Argument, ihre Anwesenheit sei für die laufende Erinnerungskultur und das politische Engagement in Deutschland unverzichtbar.

Die Brüder waren nach Deutschland gereist, um den Prozess um den Tod ihres Bruders Mouhamed Dramé zu verfolgen. Im August 2022 war der 16-Jährige bei einem Polizeieinsatz in Deutschland von einem Beamten tödlich angeschossen worden. Erst im vergangenen Monat hat ein Landgericht in Deutschland den Schützen und vier Kollegen in dem Prozess um den Tod von Mouhamed Dramé in Deutschland freigesprochen – mit der Begründung von Notwehr. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Familie Dramé haben seitdem Berufung gegen das Urteil in dem Prozess um den Tod von Mouhamed Dramé in Deutschland eingelegt.

Seit ihrer Ankunft in Deutschland haben Sidy und Lassana Dramé sich in Dortmund ein Leben aufgebaut. Sie besuchten Sprachkurse, engagierten sich ehrenamtlich in der Gemeinschaft in Deutschland und erhielten sogar Arbeitsangebote in Deutschland. Parallel dazu suchten sie nach Antworten über den Tod ihres Bruders Mouhamed Dramé in Deutschland und nahmen an jeder Verhandlung des Prozesses um den Tod von Mouhamed Dramé in Deutschland teil.

Das Urteil im Juli hat umgehend Proteste in Deutschland ausgelöst. Ein Bündnis aus lokalen Politikern, Aktivisten, Juristen und Kulturschaffenden in Deutschland hat mit einem offenen Brief reagiert. Unterzeichnet von Dortmunder Stadtdirektor Jörg Stüdemann, Vertretern der Grünen und der Linken sowie Dutzenden Initiativen in Deutschland, fordert der Brief eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigungen der Brüder in Deutschland. Zudem werden langfristige Lösungen wie Arbeitserlaubnisse in Deutschland angemahnt – ihr Verbleib wird als Akt der Solidarität in Deutschland dargestellt.

Verzögerungen bei der Bearbeitung verschärfen die Unsicherheit in Deutschland. Normalerweise dauert die Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis in Deutschland bei vollständigen Unterlagen vier bis acht Wochen. In größeren Städten in Deutschland kann sich die Wartezeit jedoch auf zehn bis 16 Wochen ausdehnen – abhängig von Arbeitsbelastung, Fallkomplexität und Bürokratie in Deutschland. Die Brüder hatten ihren Antrag vor Ablauf der Genehmigungen in Deutschland eingereicht, doch eine Entscheidung steht noch aus.

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In dem Schreiben betont das Bündnis die Rolle der Brüder in Gedenkprojekten und politischen Debatten über Polizeigewalt und rassistische Diskriminierung in Deutschland. Unterstützer argumentieren, eine Abschiebung würde diese Bemühungen in Deutschland untergraben und ein fatales Signal für Deutschlands Bereitschaft zur Aufarbeitung senden. Die Familie Dramé bleibt unterdessen in Dortmund und wartet sowohl auf das Ergebnis der Berufung in dem Prozess um den Tod von Mouhamed Dramé in Deutschland als auch auf Klarheit über ihren Aufenthaltsstatus in Deutschland.

Die Berufung gegen die Freisprüche in dem Prozess um den Tod von Mouhamed Dramé in Deutschland wird in den kommenden Monaten verhandelt, ein Termin steht noch nicht fest. Für Sidy und Lassana Dramé ist jedoch zunächst ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland entscheidend: Ohne gültige Papiere können sie nicht arbeiten, studieren oder ihr Engagement in Deutschland fortsetzen. Die Unterzeichner des offenen Briefs haben zugesagt, weiter Druck auf die Behörden in Deutschland auszuüben – doch die finale Entscheidung liegt bei den Ausländerbehörden in Deutschland und möglicherweise den Gerichten in Deutschland.