Dortmunds Traumsaison – doch intern wächst die Kritik an Trainer Kovač
Veronique HänelDortmunds Traumsaison – doch intern wächst die Kritik an Trainer Kovač
Borussia Dortmunds fast perfekte Saison – doch hinter den Kulissen wachsen die Zweifel an Trainer Niko Kovač
Borussia Dortmund hat bisher eine nahezu makellose Saison gespielt: Nur eine Niederlage in der Bundesliga und der Einzug ins Achtelfinale der Champions League sprechen für sich. Doch hinter den Kulissen mehren sich die Bedenken über die Ausrichtung des Vereins unter Cheftrainer Niko Kovač.
Seit seinem Amtsantritt hat Kovač 54 Spiele betreut – 32 Siege und nur 10 Niederlagen stehen zu Buche. Trotz dieser starken Bilanz nimmt die interne Kritik an mehreren zentralen Punkten zu. Die Kadertiefe bleibt unausgeglichen, einige Spieler wirken zu selbstzufrieden, und die Verträge gelten als übermäßig großzügig. Ein weiterer Frustpunkt ist der ausbleibende Durchbruch junger Talente, wobei die Vereinsführung hier dringend Veränderungen fordert.
Auch der Transferprozess steht in der Kritik: Zu viele Entscheidungsinstanzen verlangsamen die Neuverpflichtungen und schaffen unnötige Hürden.
Auf dem Platz sorgt Kovačs taktische Ausrichtung für Diskussionen. Sein System verzichtet auf klassische Flügelstürmer – eine Strategie, die Dortmund in der Vergangenheit oft zum Erfolg verhalf. Die Vereinsführung möchte nun wieder schnelle, offensive Außenbahnspieler etablieren, ein Thema, das vor Saisonende noch debattiert werden dürfte.
Zudem sehen sich Dortmunds Stars mit Vorwürfen konfrontiert, zu oft blasse Leistungen abzuliefern. Von ihnen wird erwartet, dass sie Spiele dominieren und überzeugende, klare Siege einfahren.
Sportdirektor Sebastian Kehl ist eine Schlüsselfigur in diesen internen Gesprächen. Gemeinsam mit anderen Verantwortlichen drängt er auf Verbesserungen – sowohl bei den Transfers als auch in der sportlichen Ausrichtung.
Der Druck auf Kovač und den Verein wächst, diese Probleme zu lösen. Bei aller Saisonstärke gibt es klare Baustellen: Anpassungen in Taktik, Transferpolitik und Nachwuchsförderung werden entscheidend sein, um Dortmund langfristig an der Spitze zu halten.
