Dortmunds Kriminalstatistik 2024: Mehr Straßenkriminalität und Gewaltdelikte trotz hoher Aufklärungsquote
Hans-Günther KlappDortmunds Kriminalstatistik 2024: Mehr Straßenkriminalität und Gewaltdelikte trotz hoher Aufklärungsquote
Dortmunder Polizepräsident Gregor Lange präsentierte am 12. März 2025 die Kriminalstatistik der Stadt für das Jahr 2024. Die Zahlen zeigen einen Anstieg der Gesamtstraftaten, wobei besonders Straßenkriminalität und Gewaltdelikte deutlich zugenommen haben. Die Polizei hat zudem ihre Maßnahmen gegen waffenbezogene Bedrohungen und öffentliche Ordnungstörungen intensiviert.
Die insgesamt erfassten Straftaten in Dortmund stiegen um 4,23 % von 70.241 im Jahr 2023 auf 73.209 im Jahr 2024. Die Straßenkriminalität verzeichnete einen stärkeren Anstieg um 19,09 %, wobei fast 43 % dieser Fälle mit Kraftfahrzeugdelikten in Verbindung standen. Auch die Gewaltdelikte nahmen um knapp 7 % zu – von 3.423 Fällen im Jahr 2023 auf 3.660 im Jahr 2024. Straßenraub stieg um 2 %, wobei die Aufklärungsquote hier bei 41,67 % lag. Wohnungseinbrüche nahmen leicht zu: 2024 wurden 1.312 Fälle gemeldet, 64 mehr als im Vorjahr.
Um der öffentlichen Ordnungstörung entgegenzuwirken, führte die Polizei im Sommer 2023 das „Präsenzkonzept Fokus“ (PK Fokus) ein. Bis Ende 2024 resultierten daraus 6.482 Platzverweise, 1.674 Strafanzeigen und 232 vollstreckte Haftbefehle. Zudem kontrollierte die Polizei 189 Personen und verhängte 125 rechtlich bindende Messerführungsverbote. Im April 2024 wurde eine spezielle Einsatzgruppe eingerichtet, die sich gezielt gegen Wiederholungstäter im Bereich waffenbezogener Bedrohungen richtet.
Trotz des Anstiegs der Kriminalität erreichte die Dortmunder Polizei 2024 eine Aufklärungsquote von 54,79 % für alle Straftaten.
Die Statistik für 2024 zeigt ein gemischtes Bild für Dortmund: Zwar stiegen die Gesamtkriminalität sowie spezifische Deliktbereiche wie Straßen- und Gewalttaten, doch Maßnahmen wie Platzverweise und Waffenverbote belegen die fortlaufenden Bemühungen der Polizei, die öffentliche Sicherheit zu verbessern. Die Aufklärungsquote blieb mit über 50 % stabil.
