Dortmunds Champions-League-Traum wackelt nach bitterer Tottenham-Pleite
Hiltrud BolnbachDortmunds Champions-League-Traum wackelt nach bitterer Tottenham-Pleite
Borussia Dortmunds Champions-League-Kampagne steht auf der Kippe – nach einer deutlichen Niederlage gegen Tottenham Hotspur
Die 0:2-Niederlage gegen die Londoner wirft den BVB aus den Top acht der Champions-League-Spiele und zwingt das Team, sich für die K.-o.-Phase über die Playoffs qualifizieren zu müssen. Der Druck auf Trainer Niko Kovač wächst, während die Kritik an den enttäuschenden Leistungen der Mannschaft lauter wird.
Die Pleite gegen Tottenham ist ein herber Rückschlag für Dortmunds Ambitionen. Da die direkte Qualifikation nun in weite Ferne gerückt ist, bleibt nur noch der Umweg über die Playoffs – ein Szenario, das weit hinter dem selbstgesteckten Mindestziel des Erreichens der Champions-League-K.-o.-Phase (Achtelfinale) zurückbleibt.
Die Kritik hat in den letzten Tagen weiter an Schärfe gewonnen. Der ehemalige Torhüter Roman Weidenfeller prangerte mangelnden Kampfgeist an und monierte fehlende Körpersprache, Leidenschaft und Entschlossenheit. Zudem stellte er infrage, ob das auf dem Papier starke Team seine Qualität auch auf dem Platz abrufen könne, und bezeichnete die Leistungen als unbeständig.
Sportdirektor Sebastian Kehl forderte daraufhin einen starken Schluss der Champions-League-Spiele. Er betonte, dass die Mannschaft die Erwartungen erfüllen müsse – selbst wenn die Chance auf den direkten Einzug in die nächste Runde vertan sei.
Die Champions League hat für Dortmund in dieser Saison eine noch größere Bedeutung gewonnen. Nach dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal und dem wachsenden Rückstand auf den FC Bayern München in der Bundesliga ist der internationale Erfolg nun entscheidend. Doch mit Kovačs Position in der Diskussion wirkt die Zukunft ungewiss.
Jetzt muss sich der BVB für das letzte Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand neu sortieren. Ein Playoff-Platz bleibt die einzige Möglichkeit, um doch noch in die K.-o.-Runde einzuziehen. Wie die Mannschaft reagiert, könnte nicht nur die Saison, sondern auch die Zukunft des umstrittenen Trainers prägen.
