06 February 2026, 07:20

Deutschlands Olympiakleidung 2026: Einheitslook oder modischer Reinfall?

Ein rundes Abzeichen mit einem blauen und weißen Design, das die ikonischen Olympischen Ringe in der Mitte zeigt, vor einem weißen Hintergrund.

Designer Glööckler verrückt Olympia-Look: "Null Punkte" - Deutschlands Olympiakleidung 2026: Einheitslook oder modischer Reinfall?

Das deutsche Olympiateam hat seine Kollektion für die Winterspiele 2026 präsentiert – entworfen von Adidas in Zusammenarbeit mit den Athlet:innen. Die neuen Outfits sollen ein einheitliches Erscheinungsbild für Team Deutschland schaffen, doch erste Reaktionen deuten darauf hin, dass die bekannte Kritik an früheren Designs anhalten könnte.

Modeexpert:innen und die Öffentlichkeit hatten die Olympischen Kleidungsstücke der Vergangenheit oft als veraltet oder einfallslos abgetan – besonders die "Langnese-Twister"-Kollektion von Sotschi 2014 und die Outfits für Tokio 2021 hatten mit massiver Kritik zu kämpfen. Diesmal sind die Erwartungen erneut gedämpft, manche befürchten, das Team werde im Vergleich zu mutigeren Nationen wie der Mongolei erneut "modisch hinterherhinken".

Die Kollektion entstand in enger Abstimmung zwischen Adidas und deutschen Sportler:innen. DOSB-Präsident Thomas Weikert bezeichnete das Ergebnis als Erfolg und betonte, dass die Outfits Team Deutschland unter einer gemeinsamen Identität vereinen. Auch der vierfache Bob-Goldmedaillengewinner Francesco Friedrich lobte das Design und erklärte, stolz zu sein, es im Wettbewerb zu tragen.

Doch nicht alle teilen diese Begeisterung. Der bekannte Modedesigner Harald Glöckler verurteilte die Outfits als "langweilig" und ideenlos. Er bewertete die Kollektion mit null von zehn Punkten – weder innovativ noch erfrischend. Die Kritik erinnert an frühere Reaktionen, bei denen einzig die klassischen schwarz-weißen Zebra-Skianzüge von Bogner aus früheren Spielen durchgehend für ihren Stil und ihre nationale Wiedererkennung gelobt wurden.

Schon die Olympischen Outfits der Vergangenheit, etwa die Uniformen für die Sommerspiele 2021 in Tokio, sahen sich ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Viele Deutsche erinnern sich noch heute mit Schaudern an das "Langnese-Twister"-Design von Sotschi 2014 als besonders peinlichen Tiefpunkt. Trotz dieser Rückschläge betonen Adidas und der DOSB weiterhin die enge Einbindung der Athlet:innen in den Gestaltungsprozess.

Die Kollektion für die Winterspiele 2026 wird mit gemischten Reaktionen aufgenommen: Während Sportler:innen und Funktionär:innen den vereinheitlichenden Ansatz verteidigen, bleiben Modekritiker:innen und die Öffentlichkeit skeptisch – und vergleichen die Outfits ungünstig mit stilvolleren Entwürfen anderer Nationen. Die oft polarisierende Debatte über Deutschlands Olympische Mode zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones