21 March 2026, 06:27

CDU fordert schärfere Gesetze und mehr Personal für überlastete Ordnungsämter

Weißer Polizeiwagen mit "Polizei"-Aufschrift auf einer Straße außerhalb der Stadt, umgeben von fließendem Verkehr, Gras und Bäumen.

CDU fordert schärfere Gesetze und mehr Personal für überlastete Ordnungsämter

CDU drängt auf umfassende Reformen zur Stärkung der kommunalen Ordnungsbehörden

Die CDU setzt sich für weitreichende Reformen ein, um die kommunalen Ordnungsämter in ganz Deutschland zu stärken. Die Partei argumentiert, dass wachsende Herausforderungen – von Vandalismus bis zur illegalen Müllentsorgung – klarere Gesetze, bessere Arbeitsmittel und einen stärkeren Schutz für die Mitarbeiter erfordern. Zu den Vorschlägen gehören der Ausbau der Videoüberwachung, schärfere Befugnisse für die Vollstreckung sowie eine verbesserte Personalausstattung, um den täglichen Störungen in den Städten entgegenzuwirken.

Die Ordnungsämter sehen sich heute mit deutlich größeren Aufgaben konfrontiert als noch vor einigen Jahren. Städte melden zunehmend Konflikte im öffentlichen Raum, mehr Vermüllung, illegale Abfallentsorgung und rücksichtsloses Verhalten bei Veranstaltungen. CDU-Vertreter betonen, dass diese Probleme die Lebensqualität der Bürger direkt beeinträchtigen, doch die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen lassen die Behörden oftmals machtlos zurück.

Carsten Voigt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Solinger Stadtrat, wies auf ein zentrales Problem hin: Viele Verstöße seien flüchtig und ließen sich kaum noch dokumentieren, wenn die Beamten eintreffen. Um dies zu ändern, fordert die Partei gesetzliche Anpassungen, die den Behörden klarere Kompetenzen und praxistaugliche Werkzeuge für den Arbeitsalltag an die Hand geben.

Die CDU setzt zudem auf moderne Technologie als Teil der Lösung. Als Vorbild dient Gouda, eine niederländische Partnerstadt Solingens, wo ein umfangreiches Kameranetz zur Abschreckung von Straftaten beigetragen hat. Zwar befürwortet die Partei gezielte Videoüberwachung in Gefahrenbereichen, besteht jedoch darauf, dass der Einsatz solcher Mittel strengen Datenschutzbestimmungen und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit unterliegt.

Über verschärfte Kontrollen hinaus fordert die CDU mehr Personal für die Ordnungsdienste sowie eine intensivere Präventionsarbeit in Problemvierteln. Ziel ist ein ausgewogener Ansatz: konsequent gegen Vandalismus und Kriminalität, aber mit praktischer Unterstützung für Prävention und Bürgerbeteiligung.

Die vorgeschlagenen Reformen sollen den Kommunen eine solide rechtliche Grundlage und moderne Ressourcen an die Hand geben, um Ordnungsprobleme effektiver zu bewältigen. Falls umgesetzt, würden die Änderungen klarere Regeln für Überwachungsmaßnahmen, besseren Schutz für Mitarbeiter und eine einheitlichere Vollstreckungspraxis einführen. Die CDU hat deutlich gemacht, dass weitere Beratungen die Perspektive der Städte einbeziehen müssen, um sicherzustellen, dass die neuen Gesetze in der Praxis funktionieren.

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