Buschfeld in Solingen: Wohnbau-Fläche soll zur grünen Freifläche werden
Veronique HänelBuschfeld in Solingen: Wohnbau-Fläche soll zur grünen Freifläche werden
Das Gebiet Buschfeld in Solingen soll seinen Status als potenzielles Wohnbau-Flächenreservat verlieren. Der Planungsausschuss des Bezirksregierungsrats hat empfohlen, es stattdessen als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche neu einzustufen. Befürworter argumentieren, dass dieser Schritt zum Schutz der grünen Zonen der Stadt beitrage.
Die Empfehlung zur Neuklassifizierung von Buschfeld fand im Ausschuss breite Zustimmung. Allerdings stimmten die Fraktionen von FDP und Freien Wählern sowie ein SPD-Vertreter dagegen. Sie sind der Ansicht, dass die Entscheidung Solingens langfristige Wachstumschancen einschränkt und die Flexibilität für Wohnungsbau, Gewerbe und Infrastrukturprojekte verringert.
Sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich bereits in früheren Anhörungen gegen die Umwidmung ausgesprochen. Die Debatte zeigt die Schwierigkeiten Solingens bei der Flächenpolitik, die durch das anspruchsvolle Gelände und strenge Planungsvorschriften zusätzlich erschwert wird. Diese Faktoren lassen der Stadt kaum Spielraum für Expansion.
Trotz der Unterstützung durch den Ausschuss liegt die endgültige Entscheidung beim gesamten Bezirksregierungsrat. Die FDP/Freie Wähler-Fraktion setzt sich weiterhin für flexiblere Entwicklungspolitiken ein.
Falls die Neuklassifizierung beschlossen wird, verliert Buschfeld seinen Status als Wohnbau-Reservefläche. Stattdessen würde der Erhalt von Freiflächen und Ackerland Priorität erhalten. Das Ergebnis wird die künftigen Nutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Solingen maßgeblich prägen.






