15 December 2025, 02:52

Bürgerprotest gegen Bahnausbau: „Eiserner Rhein“ spaltet Wegberg und Region

Ein Zug auf Schienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Bürgerprotest gegen Bahnausbau: „Eiserner Rhein“ spaltet Wegberg und Region

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbau der "Eisernen Rhein"-Strecke – Offener Brief an die Bahnführung

Vorbemerkung: Die Bürgerinitiative "Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert" aus Wegberg geht in die nächste Runde im Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Schienenverbindungen Mönchengladbach–Wegberg–Roermond sowie Elmpt–Arsbeck. Mit über 70 Personenzügen pro Tag plus möglichem Güterverkehr fürchten die Aktivisten massive Belastungen für Anwohner und geschützte Naturgebiete.

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Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 11:59 Uhr MEZ

Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Verkehrspolitik, Aktuelles

Artikel: Eine lokale Bürgerinitiative in Wegberg stellt sich gegen Pläne zum Ausbau zweier Eisenbahnstrecken in der Region. Die Gruppe Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert warnt, dass die geplanten Ausbaumaßnahmen täglich mehr als 70 Personenzüge sowie zusätzlichen Güterverkehr mit sich bringen würden – mit gravierenden Folgen für Anwohner und geschützte Naturlandschaften. Besonders brisant: Die Finanzierung wurde bewilligt, obwohl beide Strecken nicht im offiziellen Bundesverkehrswegeplan 2030 als prioritär eingestuft sind.

Im Mittelpunkt des Streits stehen die Verbindungen Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Zwar hat der Niederrheinische Verkehrsverbund (NVR) die Mittel für den Ausbau freigegeben, doch tauchen die Strecken im Bundesverkehrswegeplan nicht auf. Die Strecke Mönchengladbach–Wegberg–Roermond ist lediglich im weniger verbindlichen Zielnetz 2032/2040 erwähnt – und selbst dort nicht als vordringliches Projekt. Zudem hängt ihre Realisierung von noch ausstehenden Absprachen mit den Niederlanden ab.

Der Widerstand der Initiative zeigt das Spannungsfeld zwischen regionalen Verkehrsambitionen und bundesweiter Planungspriorität. Zwar sind die finanziellen Mittel gesichert, doch ohne klare Bundesförderung bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob der Ausbau vorangetrieben wird – oder ob Umwelt- und Bürgerbelange eine Neubewertung erzwingen.