Brutales Foul in Paderborn: 25.000 Euro Schadensersatz nach doppeltem Beinbruch gefordert
Hiltrud BolnbachBrutales Foul in Paderborn: 25.000 Euro Schadensersatz nach doppeltem Beinbruch gefordert
Ein brutales Foul während eines unterklassigen Fußballspiels in Paderborn hat zu einem juristischen Streit mit hohem Einsatz geführt. Der verletzte Stürmer Sebastian M. verklagt den gegnerischen Torhüter auf 25.000 Euro Schadensersatz, nachdem er einen doppelten Beinbruch erlitten hatte. Der Fall liegt nun vor der 3. Zivilkammer des Landgerichts Paderborn, wo voraussichtlich am 7. Januar 2026 ein Urteil fallen könnte.
Der Vorfall ereignete sich im November 2024 während eines Kreisliga-C-Spiels zwischen dem SV Büren und einer Amateurmannschaft, die mit Paderborn 07 verbunden ist. In der 82. Minute – bei einem Stand von 0:3 gegen Büren – setzte der Torhüter zu einem rücksichtslosen Zweikampf gegen Sebastian M. an. Der Schiedsrichter zeigte sofort die Rote Karte, doch die Verletzungen des Stürmers waren weit schwerwiegender: Ein zertrümmerter Schien- und Wadenbeinbruch, der einen zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt und vier Operationen nach sich zog.
Das Gericht hat mehrere Zeugen geladen, um Aussagen zu machen – darunter der Schiedsrichter, die Trainer beider Mannschaften sowie Zuschauer, die das Foul miterlebt haben. Die Richter müssen nun entscheiden, ob der Torhüter haftbar ist und in welcher Höhe Schadensersatz zu leisten wäre. Der SV Büren, vertreten durch Sebastian M., fungiert als Kläger. Beklagter ist der gegnerische Verein, der gemäß den Amateurfußball-Regularien für das Handeln seines Torwarts verantwortlich ist.
Die Entscheidung des Gerichts wird darüber bestimmen, ob der Torhüter für die Verletzungen des Stürmers Entschädigung zahlen muss. Bei einem Erfolg der Klage könnte die Summe medizinische Kosten und entgangene Einnahmen abdecken. Ein Urteil wird für den 7. Januar 2026 erwartet, allerdings sind Verzögerungen nicht ausgeschlossen.
