Breitachklamm: Warum Besucher die Natur gefährden – und was dagegen unternommen wird
Hiltrud BolnbachBreitachklamm: Warum Besucher die Natur gefährden – und was dagegen unternommen wird
Breitachklamm: Spektakuläre Schlucht mit vereinzelten Besuchervergehen
Die atemberaubende Breitachklamm, eine rund 150 Meter tiefe Schlucht bei Oberstdorf-Tiefenbach, hat in letzter Zeit vereinzelt mit Fehlverhalten von Besuchern zu kämpfen gehabt. Erst kürzlich wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese gegen Eisförmationen warfen. Die seit 1905 zugängliche Klamm erhebt Eintrittsgelder von 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder.
Die Entstehung der Schlucht begann vor etwa 10.000 Jahren, als sich der Breitachgletscher zurückzog. Heute bietet sie mehrere Rundwanderwege, die mit Höhenwegen rund um den Breitach und den Engenkopf verbunden sind. Besucher können die Klamm entweder von Oberstdorf-Tiefenbach oder aus dem Kleinwalsertal betreten.
Ein Nutzer auf Reddit wies kürzlich auf Bedenken hin, dass Besucher die empfindlichen Eisformationen beschädigen. In einem dokumentierten Fall rissen zwei Kinder Eiszapfen ab und warfen sie gegen das Eis, während ihre Eltern nicht eingriffen. Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Klamm, erklärte, dass das Personal einschreiten würde, falls es zu größeren Zerstörungen komme, das Problem aber insgesamt nicht als gravierend einstufe.
Seit 1905 ist die Breitachklamm für die Öffentlichkeit zugänglich – angeregt durch einen Vorschlag des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel. Zwar liegen noch keine Besucherzahlen für 2026 vor, doch bleibt die Klamm ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber.
Mit geregeltem Zugang und klaren Eintrittspreisen bleibt die Breitachklamm ein gefragtes Ausflugsziel. Das Personal behält das Verhalten der Gäste im Auge und greift bei Bedarf ein, um die natürlichen Formation zu schützen. Die lange Geschichte und die malerischen Wanderwege ziehen weiterhin Besucher aus der Region an.
