24 December 2025, 19:02

Braunschweigs Finanzverwaltung startet mit Reformen und digitalen Lösungen durch

Luftaufnahme einer Stadt mit Gebäuden, Türmen, Kraftfahrzeugen, Werbetafeln, Schildern, Straßen, Bäumen, Straßenlaternen, Menschen, Absperrgittern und Informationsschildern unter einem klaren Himmel.

Braunschweigs Finanzverwaltung startet mit Reformen und digitalen Lösungen durch

Die Finanzverwaltung der Stadt führte 2025 unter der Leitung von Bernhard Bertram mehrere zentrale Reformen durch. Neue Softwarelösungen, Steuerreformen und digitale Aufrüstungen wurden eingeführt, um die Effizienz zu steigern und die Haushaltsbelastungen zu verringern. Diese Maßnahmen bereiteten die Verwaltung zudem auf anstehende gesetzliche Vorgaben vor – darunter die belgischen E-Rechnungs-Pflichten, die 2026 in Kraft treten.

Ein bedeutender Schritt war die Reform der Grundsteuer, die neue Bewertungsmaßstäbe und eine verlängerte Zahlungsfrist umfasste. Statt bis zum 15. Februar 2025 hatten Bürgerinnen und Bürger nun bis zum 22. April Zeit, ihre Steuerschulden zu begleichen. Die kommunale Steuerabteilung steuerte den Übergang reibungslos und sorgte für die Einhaltung der bundesweiten Vorgaben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Darüber hinaus überarbeitete das Amt die Dienstleistungsanweisungen gemäß § 32 der Gemeindehaushalts- und Rechnungsprüfungsverordnung Nordrhein-Westfalens. Die Neuregelung präzisierte Abläufe und brachte sie in Einklang mit dem aktuellen Recht. Gleichzeitig wird die allgemeine Buchhaltungsabteilung – trotz anhaltendem Personalmangel – bis zum Frühjahr 2026 wieder voll arbeitsfähig sein.

Digitale Verbesserungen spielten eine zentrale Rolle bei den Umstellungen. Die Stadt verlegte ihr zentrales Finanzsystem auf die cloudbasierte Plattform Infoma online, was Kosten senkte und Ausfallzeiten reduzierte. Zudem wurden für den jährlichen Beteiligungsbericht automatisierte Tools eingeführt, die Datenübertragungsfehler minimierten und die Bearbeitung beschleunigten.

Neben internen Modernisierungen gründete die Stadt ein neues kommunales Energieunternehmen, das die Wärme- und Kälteversorgung für das Industriegebiet Zanders übernimmt. Damit soll die Energieversorgung langfristig gesichert und die lokale Wirtschaft gestärkt werden. Die Einführung einer Beherbergungsabgabe brachte zusätzliche Einnahmen, die zur Entlastung des angespannten Haushalts beitrugen.

Für Anfang 2026 ist das Projekt Digitaler Rechnungsworkflow geplant. Das System wird die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren und die Stadt so auf die belgische E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich vorbereiten, die am 1. Januar 2026 in Kraft tritt.

Die Reformen der Finanzverwaltung im Jahr 2025 modernisierten nicht nur die Abläufe, sondern lösten auch langjährige Herausforderungen. Automatisierte Systeme, Steueranpassungen und die Neuausrichtung der Energieversorgung schaffen nun die Grundlage für effizientere Prozesse in den kommenden Jahren. Die Stadt ist damit besser auf digitale Vorgaben und Haushaltsanforderungen der Zukunft vorbereitet.