Bottrop verbessert Kreuzungssicherheit nach tödlichem Unfall in Warendorf
Veronique HänelBottrop verbessert Kreuzungssicherheit nach tödlichem Unfall in Warendorf
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop überprüft derzeit Kreuzungen, um die Sicherheit für abbiegende Autofahrer zu verbessern. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf einen tödlichen Unfall in Warendorf – die Stadt will so möglichen ähnlichen Vorfällen vor Ort vorbeugen.
Im Fokus steht die Schaffung sogenannter „Sichtdreiecke“ an Straßenkreuzungen. Diese freigehaltenen Bereiche ermöglichen es Fahrern auf Nebenstraßen, den herannahenden Verkehr rechtzeitig zu erkennen, bevor sie einbiegen. Die Größe dieser Dreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße: Je höher das Tempo, desto länger müssen die Sichtlinien sein.
Die Auswahl der Kreuzungen erfolgt anhand des Verkehrsaufkommens und der Unfallstatistiken der Vergangenheit. Die vielbefahrene Scharnhölzstraße, an der es häufig zu Kollisionen kommt, wird als erste Baustelle umgestaltet. Die Arbeiten dort sind für Anfang 2026 geplant. Es folgen die Horster Straße und die Aegidistraße als nächste Prioritäten.
Deutsche Richtlinien (RaSt 06) schreiben solche Sichtfeldmaßnahmen bereits vor. Bottrops Ingenieure vermessen nun bestehende Kreuzungen und melden erforderliche Änderungen an die Straßenverkehrsbehörde.
Ziel der Stadt ist es, Unfälle durch klare Sichtverhältnisse an gefährlichen Kreuzungen zu verhindern. Die Umgestaltung der Scharnhölzstraße beginnt 2026, weitere Projekte folgen nach einer Risikobewertung. Alle Maßnahmen entsprechen den nationalen Standards für Verkehrssicherheit.






