01 January 2026, 11:28

Bottrop plant neue Wohngebiete auf 64 Hektar – diese Standorte stehen zur Debatte

Gebäude auf der rechten Seite mit einem Signalmast, einem Mast vorne und Graffiti an der Wand.

Bottrop plant neue Wohngebiete auf 64 Hektar – diese Standorte stehen zur Debatte

Bottrop prüft neue Wohngebiete, nachdem der Regionalverband Ruhr (RVR) vorschlug, die Wohnbauflächen um 19 Hektar zu erweitern. Dies ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und die wachsende Zahl an Haushalten. Die Stadtverantwortlichen müssen nun bewerten, welche Grundstücke für eine Bebauung vorgeschlagen werden sollen.

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Vier Standorte stehen auf der kurzen Liste für mögliche Wohnprojekte. Dazu gehören ein 1,8 Hektar großes Grundstück in Kirchhellen, ein 39 Hektar großes Gebiet in Grafenwald, ein 6 Hektar großes Areal in der Nähe der Stenkhoffstraße in Eigen sowie ein 8 Hektar großer Bereich an der Körnerstraße/Am Schlangenholt, ebenfalls in Eigen. Zwar werden alle Standorte geprüft, doch Grafenwald und Stenkhoffstraße werden als Erste im Planungsausschuss des Stadtrats am 9. Dezember 2023 beraten.

Das Grafenwald-Gelände, mit 39 Hektar das größte der vorgeschlagenen Areale, könnte eine dichtere Bebauung ermöglichen, erfordert jedoch weitere Untersuchungen. Umweltprüfungen, Entwässerungsplanung und Verkehrsmanagement müssen vor einer möglichen Bebauung geklärt werden. Auch das kleinere Grundstück in Kirchhellen, das prinzipiell für Wohnhäuser geeignet ist, bedarf noch ökologischer und entwässerungstechnischer Prüfungen. Veränderungen in Bottrops Gewerbe- oder Industriegebieten sind nicht geplant, da ehemalige Bergbauflächen bereits festgelegten Nutzungen zugewiesen sind.

Der überarbeitete Regionalplan, der diese Wohnvorschläge enthält, soll bis 2027 finalisiert werden. Eine öffentliche Anhörung wird folgen, sobald der Plan vorliegt. Bei einer Genehmigung könnten in den neuen Zonen – je nach Bebauungsdichte – zwischen 300 und 1.500 Wohnungen entstehen. Die Stadt wird sich vor der Einreichung ihrer Empfehlungen an den RVR mit politischen Akteuren abstimmen.

Die Diskussionen im Planungsausschuss werden die künftige Wohnraumentwicklung Bottrops maßgeblich prägen. Sobald der RVR die Standorte absegnet, wird der überarbeitete Regionalplan die Änderungen bis 2027 verbindlich festschreiben. Die öffentliche Rückmeldung wird anschließend eine Rolle bei der konkreten Ausgestaltung der Projekte spielen.