30 December 2025, 11:06

Blutige Wolfsangriffe in Südwestfalen: Sechs Schafe zerrissen – Landwirte fordern Schutz

Wei√ü Schafe in weißer Farbe in der N√§he eines hölzernen Zauns mit unscharfen Pflanzen im Hintergrund.

Blutige Wolfsangriffe in Südwestfalen: Sechs Schafe zerrissen – Landwirte fordern Schutz

Eine Serie mutmaßlicher Wolfsangriffe hält Landwirte in Südwestfalen in Atem. Über die Feiertage wurden in Neunkirchen-Wiederstein sechs Schafe getötet – die Besitzer vermuten Wölfe als Verursacher. Zwar wurde noch kein Fall offiziell bestätigt, doch die Vorfälle folgen einem besorgniserregenden Muster, das in der gesamten Region zu beobachten ist.

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Beim jüngsten Angriff auf einem Hügel in Neunkirchen-Wiederstein fanden Katharina Knetsch und Christoph Schmidt ihre Schafe zerrissen vor. Wollbüschel und verstreute Kadaver mit abgerissenen Gliedmaßen lagen zwischen den Überresten. Das Paar, das die Tiere mit der Hand aufgezogen und ihnen sogar Namen gegeben hatte, geht von einem Wolf als Täter aus. Ein elektrischer Zaun, der Raubtiere fernhalten sollte, bot der Herde keinen Schutz.

Schon einen Tag zuvor hatte es in Liebenscheid, Rheinland-Pfalz, einen ähnlichen Vorfall gegeben. Zeitliche Häufung und Brutalität der Angriffe wecken die Sorge, dass Wölfe sich nun dauerhaft in besiedelten Gebieten aufhalten. Offiziell bestätigte wolfsbedingte Schafsrisse gab es zuletzt vor Weihnachten 2021 in Finnentrop – doch die jüngsten Ereignisse deuten auf eine Verschärfung des Problems hin. Die Zunahme der Angriffe hat die Debatte um den Umgang mit Wölfen neu entfacht. Einige fordern eine Bejagung, andere halten dies für keine nachhaltige Lösung. Die Landwirte jedoch verlangen Handlungsbedarf, da ihre Nutztiere weiterhin in Gefahr sind.

Da eine offizielle Bestätigung noch aussteht, ermitteln die Behörden weiter. Die wiederholten Versagen der Schutzmaßnahmen lassen Schafhalter weiteren Verlusten schutzlos ausgeliefert. Die Region wartet derweil auf Antworten – und auf Wege, um weitere Angriffe zu verhindern.