05 January 2026, 19:17

Betriebsratswahl bei Malta Air in Köln: Gewerkschaft Verdi wirft Sabotage vor

Ein Versammlungsraum mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen, zwei ausländischen Flaggen, einem orangen Tisch mit Wasserflaschen und einem Mikrofon.

Betriebsratswahl bei Malta Air in Köln: Gewerkschaft Verdi wirft Sabotage vor

Rechtsstreit um Betriebsratswahlen bei Malta Air in Köln eskaliert

Der juristische Konflikt um die Betriebsratswahlen am Standort Köln von Malta Air hat sich zugespitzt. Die Gewerkschaft Verdi wirft der Fluggesellschaft vor, den Prozess gezielt zu blockieren, während sich die Beschäftigten seit zweieinhalb Jahren für eine Interessenvertretung einsetzen. Eine einstweilige gerichtliche Entscheidung erlaubt Malta Air nun, wichtige Unterlagen vorzuenthalten – die Wahl wird damit weiter verzögert.

Seit Anfang 2022 kämpfen die Mitarbeiter in Köln für die Einrichtung eines Betriebsrats. Doch ihre Bemühungen stoßen immer wieder auf Hindernisse: Malta Air drohte kürzlich Mitgliedern des Wahlvorstands mit Schadensersatzklagen und verweigerte zudem die Herausgabe von Mitarbeiterlisten, die für die Organisation der Abstimmung unverzichtbar sind.

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Das Arbeitsgericht Köln erließ eine einstweilige Verfügung, die Malta Air von der Pflicht entbindet, diese Dokumente vorzulegen. Verdi verurteilte diesen Schritt als Teil einer systematischen Vorgehensweise und behauptet, die Airline untergrabe gezielt Betriebsratswahlen an allen europäischen Standorten der Ryanair-Gruppe. Die Gewerkschaft fordert, das deutsche Betriebsverfassungsgesetz so anzuwenden, dass es den modernen Arbeitsbedingungen gerecht wird.

Eine vollständige Verhandlung zur Sache ist nun für September angesetzt. Verdi wird dort seinen Standpunkt darlegen und auf eine zügige Durchführung der Wahl ohne weitere Verzögerungen drängen. Das Urteil wird entscheiden, ob Malta Air die gesetzlichen Vorgaben für die Mitarbeitervertretung einhalten muss.

Im September wird geklärt, ob Malta Air die notwendigen Unterlagen für die Wahl freigeben muss. Bis dahin bleibt der Prozess aufgrund der einstweiligen Entscheidung auf Eis. Beschäftigte und Wahlvorstand harren weiter in Unsicherheit aus, während der Rechtsstreit andauert.