Bergisch Gladbach stoppt Radweg am Hasenweg – Personalmangel bremst Verkehrsprojekte aus
Veronique HänelBergisch Gladbach stoppt Radweg am Hasenweg – Personalmangel bremst Verkehrsprojekte aus
Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach berät über Straßenprojekte und Personalengpässe
Diese Woche kam der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach zusammen, um über zentrale Straßenbauvorhaben und Personalprobleme zu beraten. Unter den Beschlüssen wurde die Planung einer Fahrradspur am Hasenweg in Refrath nach einem Gerichtsurteil vorerst gestoppt. Weitere Themen waren anstehende Sanierungen sowie der Ausbau der Radinfrastruktur in der gesamten Stadt.
Den Auftakt der Sitzung bildete die drängende Personalknappheit in der für den Straßenunterhalt zuständigen Abteilung. Im Bereich der statischen Verkehrslenkung ist derzeit nur noch eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter beschäftigt – und diese Person befindet sich aktuell im Urlaub. Die Unterbesetzung wirkte sich auf mehrere Vorhaben aus, darunter den Vorschlag der CDU, die Lkw-Zufahrt auf der Auf der Kaule in Refrath zu verbessern. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda lehnte den Antrag ab und verwies dabei auf den Personalmangel sowie bestehende Bestandsrechte für das Gebiet.
Ein weiteres zentrales Thema war das jüngste Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts gegen das Fahrradspur-Projekt am Hasenweg. Migenda bestätigte, dass das Vorhaben nun auf Eis liegt, ohne dass alternative Lösungen vorgelegt wurden. Gleichzeitig billigte der Ausschuss den Verwaltungsvorschlag für den Lerbacher Weg, ergänzt um Änderungen von SPD und Grünen zur Stärkung der Radwege.
Für die Paffrather Straße einigten sich die Planer auf den Einbau geschützter Radspuren im Rahmen umfassender Anpassungen. Zudem wurde das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 verabschiedet, wobei die Finanzierung und Zeitplanung vorerst nur für 2026 konkretisiert wurde. Als großes Projekt steht die Sanierung der Leverkuser Straße ab 2027 fest, mit voraussichtlichen Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte.
Die Sitzung zeigte sowohl Fortschritte als auch Verzögerungen in den Verkehrsplanungen der Stadt. Während einige Vorhaben wie die Aufwertung der Leverkuser Straße wie geplant verlaufen, stehen andere aufgrund der prekären Personalsituation auf unsicherem Grund. Die Unterbrechung des Fahrradspur-Projekts am Hasenweg folgt auf rechtliche Rückschläge – Radfahrer und Planer müssen nun auf weitere Entwicklungen warten.






