Bergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akuten Wohnungsmangel in der Stadt
Dimitri EigenwilligBergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akuten Wohnungsmangel in der Stadt
Bergisch Gladbach bekämpft Wohnungsmangel mit beschleunigten Bauvorschriften
Mit den neuen „Bauturbo“-Regelungen bringt die Stadt lang blockierte Bauprojekte voran. Mehrere große Vorhaben sollen bald im Stadtplanungsausschuss zur Abstimmung stehen.
Die Stadtverwaltung unterstützt im Rahmen der neuen Vorschriften die Erweiterung des Kalköfen Carré. Damit wird ein brachliegendes Innenstadtgrundstück aktiviert und der Wohnraummangel gelindert. Zudem planen Investoren an der historischen Kalkbrennerei auf dem ehemaligen Cox-Industriegelände einen neuen Wohnblock mit 19 Wohnungen und sieben Einzelgaragen.
Im Stadtteil Lustheide läuft derzeit eine informelle Anfrage für ein Gebäude mit acht Wohneinheiten, das eine Lücke an der Kreuzung Im Pippelstein/Lachsweg schließen soll. Ein weiteres Projekt ist am Beginn der Rommerscheider Straße vorgesehen: ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage.
Die Erweiterung des Schloss Centers bringt 59 altersgerechte Wohnungen. Die BIG Bensberg GmbH will das bestehende Parkdeck abreißen und drei neue Stockwerke errichten. Obwohl das Vorhaben die Grenzen des Bebauungsplans überschreitet, gilt es als pragmatische Lösung für mehr städtische Dichte.
Zuvor war ein Projekt in der Rommerscheider Straße gescheitert, weil Grundstückseigentümer sich weigerten, Land für eine neue Zufahrtsstraße zu verkaufen. Nun soll unter den Bauturbo-Regeln ein direkter Garagenzugang von der Straße aus entstehen.
Die neuen Vorschriften bringen Bewegung in zahlreiche lang blockierte Vorhaben. Die Stadt hofft, dass die Projekte den Wohnungsmangel entschärfen und brachliegende Flächen besser nutzen.






