24 June 2026, 18:22

Bergisch Gladbach droht akuter Betreuungsnotstand an Grundschulen

185 OGS-Plätze Fehlen - Stadt Erfüllt Keinen Rechtsanspruch

Bergisch Gladbach droht akuter Betreuungsnotstand an Grundschulen

Bergisch Gladbach steht vor einem Mangel an Betreuungsplätzen in der Offenen Ganztagsschule (OGS) für das kommende Jahr. Die Stadt rechnet damit, dass trotz elterlicher Anmeldungen 185 Kinder keinen Platz in der OGS erhalten werden. Beamte warnen, dass sich die Situation weiter verschärfen könnte, sobald der gesetzliche Anspruch auf Betreuung in Zukunft ausgeweitet wird.

Aktuell gibt es an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Moitzfeld nur 140 OGS-Plätze für 240 Schülerinnen und Schüler. Dadurch bleiben 13 Erstklässler, die einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung haben, ohne Platz. Stadtweit können insgesamt 32 Kinder, die einen rechtlichen Anspruch hätten, aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht aufgenommen werden.

An vier Grundschulen wird bereits eine Randstundenbetreuung angeboten, was die Situation etwas entlastet. An der GGS Heidkamp plant die Stadt die Einführung einer erweiterten Betreuung, die bis zu zehn zusätzliche Plätze schafft. Das Angebot soll von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr laufen, wobei Eltern monatlich 70 Euro pro Kind zahlen müssten.

Ab dem Schuljahr 2026/27 haben in Deutschland alle Grundschulkinder einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – beginnend mit den Erstklässlern. Ohne die Randstundenbetreuung wäre der aktuelle Mangel von 185 Plätzen deutlich größer.

Die Stadt unternimmt Schritte, um das Defizit zu verringern, doch Lücken bleiben bestehen. Mit der Ausweitung der gesetzlichen Ansprüche wird voraussichtlich eine noch größere Zahl von Kindern ohne OGS-Platz auskommen müssen. Der Ausbau der Randstundenbetreuung könnte das Problem mildern, aber nicht vollständig lösen.

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