12 December 2025, 02:49

AWO fordert Vermögenssteuern statt Sozialkürzungen – „Nicht auf dem Rücken der Ärmsten“

Ein Blatt Papier mit handgeschriebener Schrift darauf.

AWO fordert Vermögenssteuern statt Sozialkürzungen – „Nicht auf dem Rücken der Ärmsten“

AWO: "Nicht auf dem Rücken der Ärmsten"

Ankündigung In einem Interview fordert AWO-Vorstandsmitglied Marvin Deversi einen Ausbau des Sozialstaats statt Kürzungen. Er widerspricht der Behauptung einer angeblichen Kostenexplosion und setzt sich für die Einkommensteuer großer Vermögen ein.

Veröffentlichungsdatum 5. Dezember 2025, 07:35 Uhr MEZ

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Schlagwörter Finanzen, Wirtschaft, Politik, Kriminalität und Justiz

Artikel Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat sich für einen stärkeren Sozialstaat ausgesprochen, der durch Vermögenssteuer und Erbschaftssteuern finanziert werden soll. Marvin Deversi, Vorstandsmitglied und in Bochum aufgewachsen, argumentiert, dass Kürzungen beim Bürgergeld und Sanktionen benachteiligte Familien treffen, ohne die finanziellen Engpässe zu beheben.

Deversi, der selbst von den kostenlosen Jugendprogrammen der AWO profitierte, kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz scharf für dessen provokante und rassistische Äußerungen über Migrant:innen und Geflüchtete. Er widerlegt die These einer Explosion der Sozialausgaben und verweist darauf, dass die Bundesausgaben für soziale Leistungen seit 2017 um fast fünf Prozentpunkte gesunken sind – deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Die AWO setzt in ihren Vorschlägen auf vermögensbasierte Besteuerung statt auf Leistungskürzungen, um eine langfristige Finanzierung zu sichern. Diese Position bezieht die Organisation in einer Zeit, in der die Sozialausgaben sinken und rechtsextreme Feindseligkeit zunimmt. Die AWO engagiert sich weiterhin für Politiken, die schutzbedürftige Gruppen absichern und gleichzeitig moderne Anforderungen in Pflege und Technologie berücksichtigen.