29 June 2026, 14:28

Apothekenreform: Apothekerkammer warnt vor drohender Versorgungskrise in Deutschland

Hoffmann: "Jetzt müssen Gespräche geführt werden"

Apothekenreform: Apothekerkammer warnt vor drohender Versorgungskrise in Deutschland

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, fordert dringendes Handeln bei der Apothekenreform. Bei der heutigen Vollversammlung bezeichnete er die aktuelle Situation als entscheidend für die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Die Gesellschaft verändere sich, und er warnte, dass das Angebot die Nachfrage nicht mehr decke.

Hoffmann skizzierte einen klaren Zeitplan für das Gesetzgebungsverfahren: Am 17. Dezember wird der Gesetzentwurf im Kabinett beraten, die erste Lesung im Bundestag ist für Ende Januar vorgesehen. Er rief Apotheker auf, sich jetzt mit den politischen Entscheidungsträgern auszutauschen, um in letzter Minute noch Änderungen am Reformentwurf durchzusetzen.

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Die Berufsgruppe hatte bereits im Frühjahr ein Positionspapier vorgelegt, in dem eine bessere Vergütung gefordert wurde – eine Forderung, die später auch im Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Hoffmann betonte, dass die Erhöhung der Festbeträge oberste Priorität haben müsse. Zudem forderte er die Abschaffung des Verbots von Barzahlungsrabatten als zweite zentrale Maßnahme.

Ein weiteres großes Problem sei, dass das geltende Recht es pharmazeutisch-technischen Assistenten derzeit verbiete, Apotheken zu vertreten. Auch die ABDA, der Bundesverband der Deutschen Apotheker, hat Bereiche identifiziert, die dringend nachgebessert werden müssten. Öffentliche Proteste wurden bewusst bis zum 17. Dezember verschoben, um den Dialog mit der Politik aufrechtzuerhalten und eine Eskalation zu vermeiden.

Der Fahrplan für die Reform steht fest, mit entscheidenden Terminen im Dezember und Januar. Die Apotheker konzentrieren sich nun auf die Verhandlungen, um die Vergütung und andere zentrale Anliegen zu klären. Das Ergebnis wird die Zukunft der Apothekenversorgung in Deutschland prägen.

Quelle