07 January 2026, 00:52

Antisemitismus in Deutschland: Jüdische Stimmen berichten von wachsender Angst und Hass

Ein aufgeschlagenes Buch mit Schrift darauf.

Antisemitismus in Deutschland: Jüdische Stimmen berichten von wachsender Angst und Hass

Am Sonntag, dem 24. November 2025, fand im Dokumentationszentrum Vogelsang IP in Schleiden eine Diskussion über den wachsenden Antisemitismus und die Erfahrungen jüdischer Menschen statt. Die von dem ehemaligen CDU-Politiker Armin Laschet und dem Ex-WDR-Intendanten Tom Buhrow ausgerichtete Veranstaltung beleuchtete die zunehmende Feindseligkeit, der jüdische Gemeinden in Deutschland ausgesetzt sind. Gleichzeitig wurden Wege erörtert, wie dem Problem durch Bildung und Dialog begegnet werden kann.

Der Vogelsang IP-Komplex, einst ein Ort nationalsozialistischen Terrors, dient heute als internationales Zentrum für Demokratie und politische Bildung. An diesem Tag wurde er zum Schauplatz einer dringend notwendigen Debatte über Antisemitismus im heutigen Deutschland. Jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Aachen schilderten ihre Sorgen und berichteten von einer deutlichen Zunahme an Feindseligkeiten sowie einer wachsenden Angst, ihre Identität offen zu zeigen.

Die Diskussion machte deutlich, dass Antisemitismus aus verschiedenen Quellen gespeist wird – von rechtsextremen Gruppen, linksextremen Bewegungen sowie Teilen von Migrantengemeinschaften. Seit Oktober 2023 verzeichnet Aachen einen besorgniserregenden Anstieg antisemitischer Vorfälle, insbesondere an Hochschulen. Das Aachener Projekt CARS reagiert darauf mit Schulungsangeboten; eine weitere Veranstaltung ist für den 26. November 2025 geplant. Bildung wurde als zentrales Instrument im Kampf gegen Vorurteile hervorgehoben. Die Redner forderten, dass Schulen und Universitäten junge Menschen – vor allem mit Migrationshintergrund – über den Holocaust und modernen Antisemitismus aufklären. Die Veranstalter betonten, wie wichtig offene Gespräche sind, um Hass und Falschinformationen entgegenzutreten.

Eine Audioaufzeichnung der Diskussion ist bis zum 24. November 2027 auf der Website der WDR Studios NRW abrufbar. Das Thema wird zudem am selben Tag in der WDR-Radio-Sendung Aachen und die Region sowie im WDR-Fernsehen in der Lokalzeit Aachen behandelt.

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Die Veranstaltung im Vogelsang IP lenkte die Aufmerksamkeit auf den dringenden Handlungsbedarf gegen Antisemitismus in Deutschland. Zwar wurden keine neuen bundesweiten Maßnahmen angekündigt, doch lokale Initiativen wie das CARS-Projekt setzen sich mit Bildungs- und Schulungsangeboten für die Aufklärung ein. Die Diskussion unterstrich, wie entscheidend kontinuierliche Anstrengungen sind, um jüdische Gemeinden zu schützen und eine inklusivere Gesellschaft zu fördern.