AKK gewinnt Machtkampf um Konrad-Adenauer-Stiftung gegen Merz-Favoriten Krings
Dimitri EigenwilligAKK gewinnt Machtkampf um Konrad-Adenauer-Stiftung gegen Merz-Favoriten Krings
Führungsstreit um die Konrad-Adenauer-Stiftung: Kramp-Karrenbauer setzt sich durch
Mitte Dezember soll die Wahl für die neue Führung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) stattfinden. Zwei prominente Kandidaten bewerben sich um das Amt des Präsidenten: die ehemalige Bundesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Krings. Die Abstimmung folgt auf wochenlange Debatten, in denen Bundeskanzler Friedrich Merz Krings unterstützte, während AKK ihre eigene Kandidatur vorantrieb.
Der Wettlauf um die KAS-Präsidentschaft nahm Fahrt auf, als AKK ihre Bewerbung bekannt gab – trotz der öffentlichen Rückendeckung Merz’ für Krings. Merz hatte Krings Mitte November 2025 offiziell vorgeschlagen und dabei dessen politische und akademische Expertise als zentrale Stärken hervorgehoben. Da sich die Stiftungsspitze nicht auf einen Kompromisskandidaten einigen konnte, wurde die Wahl für den 19. Dezember angesetzt.
AKK bringt umfangreiche Erfahrung mit: Sie war bereits Verteidigungsministerin und CDU-Parteivorsitzende. Ihr internationales Profil passt zur globalen Ausrichtung der KAS. Bereits 2018 hatte sie Merz in einer Stichwahl um den CDU-Vorsitz geschlagen – eine Vorgeschichte, die dem aktuellen Rennen eine besondere Brisanz verleiht. Bei der Abstimmung in Berlin setzte sich AKK schließlich in der ersten Runde gegen Krings durch: Von den 52 Mitgliedern der Versammlung erhielt sie 28 Stimmen, Krings 21. Damit wird sie als erste Frau in der Geschichte der Stiftung deren Präsidentin.
Die Wahl markiert einen historischen Moment für die KAS. AKK übernimmt sofort die Führung und bringt ihr politisches Gewicht in die international ausgerichtete Arbeit der Stiftung ein. Gleichzeitig offenbart die Entscheidung die anhaltenden Spannungen innerhalb der CDU bei der Besetzung wichtiger Positionen.
