29 December 2025, 10:01

AfD-Skandal: Schiedsgericht kippt Parteiausschluss von Tim Schramm erneut

Eine Gruppe uniformierter Personen sitzt auf Stühlen und einer Couch, wobei eine Person steht und zu ihnen spricht.

AfD-Skandal: Schiedsgericht kippt Parteiausschluss von Tim Schramm erneut

Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich nach der Wiedereinsetzung der Mitgliedschaftsrechte von Tim Schramm durch ihr Landes-Schiedsgericht mit weiteren internen Konflikten konfrontiert. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Gericht eine Entscheidung gegen ihn aufhebt – diesmal im Zusammenhang mit einem Streit über seinen Kampfeinsatz in der Ukraine. Die Parteiführung steht nun in der Kritik, den Fall falsch gehandhabt zu haben, wobei Befürchtungen über einen Imageschaden für die AfD laut werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auslöser des Konflikts war die Aberkennung von Schrammms Mitgliedschaftsrechten durch den Landesvorstand der AfD am 31. August 2025. Der Vorstand hielt die Entscheidung und zentrale Details jedoch zurück, was Schramm eine rechtliche Gegenwehr unmöglich machte. Das Schiedsgericht verurteilte dieses Vorgehen später als Missbrauch formeller Rechte, insbesondere weil Schramm dadurch an der Teilnahme am ersten Jugendparteitag der AfD gehindert wurde.

Ein früherer Versuch, Schramm wegen seines Militärdienstes in der Ukraine aus der Partei auszuschließen, war bereits vom internen Parteischiedsgericht abgelehnt worden. Nun entschied das Gericht erneut zu seinen Gunsten und kritisierte die Maßnahmen des Landesvorstands als unbegründet. Schramm wirft unterdessen dem Europaabgeordneten Hans Neuhoff vor, das Ansehen der AfD – sowohl intern als auch in der Öffentlichkeit – geschädigt zu haben. Er hofft nun auf ein Eingreifen des Bundesvorstands unter dem Vorsitzenden Tino Chrupalla. Dieser hat sich bereits zu Wort gemeldet, die angeblich rechtswidrige Behandlung Schrammms verurteilt und vor einem Reputationsverlust für die Partei gewarnt.

Die Entscheidung des Schiedsgerichts stellt die Handlungen des Landesvorstands auf den Prüfstand, während die Forderungen nach Rechenschaftschaft zunehmen. Schrammms Fall offenbart die anhaltenden Spannungen innerhalb der AfD, insbesondere in Fragen der inneren Führung und der öffentlichen Wahrnehmung. Der Bundesvorstand könnte nun unter Druck geraten, den Streit beizulegen und die weiteren Konsequenzen für die Partei zu klären.