08 February 2026, 11:08

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf siebenfachen Gegenprotest

Ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen zeigt, einige bewaffnet, die zwischen Rauch und Gebäuden während eines Konflikts in New York City stehen, mit Text unten, der 'New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz' lautet.

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf siebenfachen Gegenprotest

Eine Kundgebung der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) in Münster-Coerde zog am Samstag etwa 60 Teilnehmer an. Gleichzeitig versammelten sich in der Nähe rund 450 Menschen zu einer deutlich größeren Gegenkundgebung. Die Polizei hielt die beiden Gruppen während der gesamten veranstaltungen strikt voneinander getrennt.

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Die AfD-Demonstration begann um 10 Uhr am Hamannplatz unter dem Motto "Kinderschutz statt Gendergaga" ("Kinderschutz statt Gender-Unsinn"). Unter den Teilnehmern befanden sich parteimitglieder sowie der Landespressesprecher der AfD. Darunter war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der argumentierte, Deutschland brauche Kurswechsel in der migrations- und wirtschaftspolitik. Er verwies auf die finanziellen Sorgen älterer Bürger, während Gelder an die Ukraine und nach Israel flössen.

Die Gegenproteste, organisiert vom bündnis "Keinen Meter den Nazis" und der initiative "Coerde ist bunt", hatten bereits eine Stunde früher begonnen. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", positionierte sich öffentlich gegen die Standpunkte der AfD. Unterstützung erhielt die veranstaltungen von mehreren parteien, darunter CDU, SPD, Grüne, FDP, Volt und Die Linke.

Der widerstand gegen die AfD in Münster-Coerde hat seit der letzten wahl deutlich zugenommen. Eine für Februar 2026 geplante AfD-Kundgebung stößt bereits jetzt auf massive ablehnung, wobei sich breite bündnisse formieren, um den einfluss der partei in der region zurückzudrängen.

Während die AfD-veranstaltungen in Münster-Coerde nur eine kleine gruppe anlockte, überstieg die zahl der gegenprotestler diese um mehr als das siebenfache. Die polizei sorgte dafür, dass die lager getrennt blieben und direkte ausführungen vermieden wurden. Das ausmaß des widerstands spiegelt eine grundlegendere verschiebung der lokalen politischen stimmung gegen die rechtsextreme partei wider.