16 April 2026, 22:32

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Buchumschlag mit einem Mann in einem Fußballtrikot, der entschlossen einen Fußball kickt, betitelt mit "Värvall Fußball-Programm".

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Ein kürzlich begangener Abseitsfehler im DFB-Pokal hat die Forderungen nach einem früheren Einsatz des Videobeweises (VAR) im Wettbewerb neu entfacht. Beim Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München übersah Schiedsrichter Tobias Welz mit seinem Team ein klares Abseits von Leroy Sané, wodurch ein Tor fiel, das den Spielverlauf hätte verändern können. Der Vorfall hat eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ab wann die Videohilfe im Turnier eingeführt werden sollte.

Der VAR wurde erstmals in der Saison 2019/20 im DFB-Pokal ab dem Viertelfinale eingesetzt. Bisher kommt er in den früheren Runden nicht zum Einsatz, sodass entscheidende Entscheidungen allein den Schiedsrichtern auf dem Platz überlassen bleiben. Das übersehene Abseits im Spiel Köln gegen Bayern hat die Diskussionen über eine frühere Nutzung nun weiter angeheizt.

Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, der bei der DFB Schiri GmbH für Innovation zuständig ist, plädiert dafür, den VAR bereits ab der zweiten Runde einzuführen. Auch Bayern-Chef Max Eberl unterstützt diesen Vorschlag und setzt sich für den Einsatz in späteren Phasen des Wettbewerbs ein. Das Hauptproblem bleibt jedoch die Finanzierung: Viele unterklassige Vereine verfügen nicht über die nötige Technik, und die Frage der Kostenübernahme ist noch ungeklärt.

In der Bundesliga und 2. Bundesliga belaufen sich die Kosten für den VAR auf etwa 11 Millionen Euro pro Saison, hinzu kommen rund eine Million Euro für das Personal – das entspricht nahezu 20.000 Euro pro Spiel. In den oberen Ligen werden diese Ausgaben durch die Fernseheinnahmen gedeckt, doch den unteren Spielklassen fehlt diese finanzielle Unterstützung. Eine Ausweitung des VAR im DFB-Pokal würde zusätzliche Mittel erfordern, die bisher nicht bereitstehen.

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Die Debatte über die Rolle des Videobeweises im DFB-Pokal hält an, wobei finanzielle und logistische Hürden im Weg stehen. Während einige für eine frühere Einführung plädieren, um Fehler wie das übersehene Abseits zu vermeiden, sind die Kosten und die fehlende Infrastruktur bei kleineren Vereinen noch ungelöst. Jede Änderung würde einen klaren Finanzierungsplan voraussetzen, bevor sie umgesetzt werden kann.

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