76-Jährige aus Isselhorst erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk
Dimitri Eigenwillig76-Jährige aus Isselhorst erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk
Ute Schallenberg, eine 76-jährige Frau aus Isselhorst, ist mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr lebenslanges Engagement in der Gemeinschaft und der Musik ausgezeichnet worden. Ihr Wirken hat Menschen zusammengeführt, Geflüchteten geholfen und die Kirchenmusik im Kreis Gütersloh bereichert. Die Auszeichnung bezeichnete sie als gemeinsamen Erfolg und dankte ihrer Familie und ihren Freunden für deren Unterstützung.
Schallenbergs Engagement begann vor Jahrzehnten, als sie sich in den 1980er-Jahren für die Schaffung einer hauptamtlichen Kantorenstelle einsetzte. Ein Vierteljahrhundert lang übernahm sie eine führende Rolle im Förderverein für Kirchenmusik und sorgte dafür, dass Konzerte und Chorarbeit reibungslos abliefen. Durch ihr Engagement blieben diese Aktivitäten kostenneutral, was eine breitere Teilhabe ermöglichte.
Ihr Mann, Wolfgang Schallenberger, unterstützte ihre Arbeit, indem er CDs von Kirchenkonzerten aufnahm und verbreitete. Doch Schallenbergs Wirken beschränkte sich nicht auf die Musik: Sie war Vorstandsmitglied im Isselhorster Heimatverein, organisierte Veranstaltungen und knüpfte Verbindungen zwischen den Menschen.
Als 2020 jesidische Familien in Niehorst ankamen, sprang Schallenberg mit praktischer Hilfe ein. Zudem gründete sie einen kleinen Kinderchor, der den Neuankömmlingen durch Musik den Einstieg in die Gemeinschaft erleichterte. Kollegen beschreiben sie als Ideengeberin, akribische Organisatorin und treibende Kraft hinter erfolgreichen Veranstaltungen und wachsender Vereinsmitgliedschaft.
Das Bundesverdienstkreuz würdigt Schallenbergs nachhaltigen Einfluss auf das kulturelle und soziale Leben in Isselhorst. Ihr ehrenamtliches Engagement hat die Kirchenmusik bewahrt, Geflüchtete unterstützt und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft gestärkt. Die Auszeichnung steht für Jahrzehnte stiller, doch prägender Hingabe für andere.






