700 Menschen demonstrieren in Düren für Freiheit der Kurden in Syrien
Dimitri Eigenwillig700 Menschen demonstrieren in Düren für Freiheit der Kurden in Syrien
Friedensdemo "Freiheit für Kurdistan" in Düren – Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in Syrien
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 Teilnehmende versammelten sich, um ihre Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in Syrien zum Ausdruck zu bringen. Der Demonstrationszug bewegte sich durch die Innenstadt und endete am Kaiserplatz.
Veranstalter war der Kurdische Kulturverein Düren. Die Demonstrierenden hielten sich an eine vorher abgestimmte Route und durchquerten die Stadt ohne größere Störungen. Die Polizei war mit sichtbarem Aufgebot vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen und das Versammlungsrecht zu schützen.
Zwei einzelne Vorfälle führten zu strafrechtlichen Ermittlungen – einer wegen Beleidigung, ein weiterer wegen versuchter Körperverletzung. Dennoch verlief die Kundgebung weitgehend geordnet. Gegen 20 Uhr löste sich die Versammlung nach einer Abschlusskundgebung am Kaiserplatz auf.
Die Demonstration fiel in eine Phase anhaltender Spannungen in den kurdischen Gebieten. In Syrien (Rojava) hatte die von Kurden geführte Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) kürzlich zugestimmt, sich in die Regierung in Damaskus zu integrieren – ein Schritt, der die autonome Selbstverwaltung beenden soll, um weitere Konflikte zu vermeiden. Dennoch halten Angriffe islamistischer Kräfte, Bedrohungen für IS-Gefängnisse und Forderungen nach internationaler Intervention an. Eine parlamentarische Kommission soll im Februar 2026 Empfehlungen vorlegen.
Im Norden des Iraks verschärft sich unterdessen die politische Reibung zwischen der Zentralregierung und der kurdischen Autonomieregion. Zusammenstöße mit PKK-nahen Kräften in der Provinz Ninive, die anhaltende IS-Gefahr sowie Proteste – darunter Solidaritätskundgebungen für die syrischen Kurden in Erbil – tragen zur Instabilität bei. Das Mandat der Bundeswehr im Kampf gegen den IS wurde über den 31. Januar 2026 hinaus verlängert, während die Region mit über einer Million Binnenvertriebenen kämpft.
Die Dürener Kundgebung endete ohne schwerwiegende Zwischenfälle und spiegelte sowohl lokale Solidarität als auch die übergreifenden regionalen Spannungen wider. Die Behörden bestätigten, dass es trotz kleinerer rechtlicher Vorfälle bei der friedlichen Ausrichtung der Veranstaltung blieb. Die Lage in den kurdischen Gebieten Syriens und des Iraks bleibt hingegen angespannt – mit anhaltenden Sicherheitsherausforderungen und politischen Verhandlungen.
