250-Kilo-Bombe aus dem Krieg legt Kölns Innenstadt lahm – stundenlange Evakuierung
Veronique Hänel250-Kilo-Bombe aus dem Krieg legt Kölns Innenstadt lahm – stundenlange Evakuierung
Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Kölns Innenstadt entdeckt
Am Montag wurde in der Innenstadt von Köln eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Entdeckung löste eine großangelegte Evakuierung aus, von der Tausende Anwohner und Unternehmen betroffen waren. Die Behörden arbeiteten bis spät in die Nacht, um das Geschoss sicher zu entschärfen.
Die Blindgängerin lag im Herzen Kölns begraben und zwang zur sofortigen Sperrung von Straßen wie dem Hauser Ring sowie Teilen der Fußgängerzone. Rund 2.300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, etwa 70 Prozent des städtischen Einkaufsbereichs wurden geräumt. Viele Geschäfte blieben vorsorglich geschlossen.
Für die Bewohner bedeutete dies lange Wartezeiten, bis sie zurückkehren durften. Die Evakuierung zog sich über Stunden hin, und erst um 21:25 Uhr gab es Warnung. Etwa 400 Personen, darunter ältere Menschen, warteten während des Einsatzes im Rathaus. Einige brachen vor Erschöpfung zusammen, erhielten aber vor Ort medizinische Hilfe. Das Kampmittelräumkommando entschärfte die Bombe schließlich am späten Montagabend erfolgreich. Heimbewohner, darunter Demenzkranke und bettlägerige Personen, konnten erst gegen 1:30 Uhr in ihre Zimmer zurückkehren. Die nächtliche Belastung weckte bei älteren Einheimischen wie der 88-jährigen Siegrid Dömke schmerzhafte Erinnerungen an die Kriegszeit. Mit der Entwarnung planten die Pflegeheime am Dienstag flexible Frühstückszeiten, um den Bewohnern nach der stressigen Nacht entgegenzukommen.
Obwohl die Bombe sicher beseitigt wurde, hielten die Folgen des Vorfalls an. Straßen und Geschäfte öffneten schrittweise wieder, während Pflegeeinrichtungen ihre Abläufe anpassten, um den Betroffenen die Erholung zu erleichtern. Der Vorfall war eine eindringliche Mahnung an das bis heute nachwirkende Erbe des Krieges in der Region.
