17 March 2026, 10:29

Zuckerrübenanbau in Deutschland kämpft mit Flächenverlust und Preisdruck

Nahaufnahme eines Blattschneiderbienen auf dem Boden zwischen trockenen Blättern und Gras.

Zuckerrübenanbau in Deutschland kämpft mit Flächenverlust und Preisdruck

Deutscher Zuckerrübenanbau gerät unter wachsenden Druck

Die deutsche Zuckerrübenproduktion steht vor zunehmenden Herausforderungen: sinkende Preise, schrumpfende Anbauflächen und neue Bedrohungen für die Ernte setzen die Branche unter Druck. Zwischen 2023 und 2026 gingen die bewirtschafteten Flächen in den wichtigsten Anbauregionen um über 12 Prozent zurück – ein Trend, der sich voraussichtlich weiter verschärfen wird. Um Erträge und Rentabilität zu sichern, setzen Landwirte zunehmend auf moderne Pflanzenschutzlösungen.

Noch 2023 erstreckten sich die deutschen Zuckerrübenfelder über rund 42.000 Hektar, vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Bis Anfang 2026 sank diese Fläche auf etwa 36.800 Hektar – ein stetiger Rückgang, der auf niedrigere Preise, Wetterschäden und Anpassungen der EU-Zuckerquote zurückzuführen ist. Zusätzliche Belastungen bringen Marktzwänge und zollfreie Zuckerimporte im Rahmen des Mercosur-Abkommens mit sich.

Krankheiten und Schädlinge verschärfen die Lage weiter. Schwere Ausbrüche von Cercospora-Blattfleckenkrankheit und SBR (Stolbur) können die Zuckererträge um 40 bis 50 Prozent mindern. Resistente Unkräuter wie Hühnerhirse bedrohen die Produktivität zusätzlich. Notfallzulassungen für bestimmte Pestizide brachten zwar vorübergehende Entlastung, doch Landwirte suchen nachhaltige und verlässliche Lösungen.

Neue Produkte halten nun Einzug in die Praxis. Das Herbizid Rinpode, das mit nur 2 Gramm pro Hektar auskommt, bekämpft Hühnerhirse effektiv und reduziert gleichzeitig den Chemikalieneinsatz. Erste Versuche deuten darauf hin, dass es den Zuckerertrag um bis zu eine Tonne pro Hektar steigern könnte. Gleichzeitig wurde der Biostimulator Kinsidro Grow im Rahmen des SBR/Stolbur-Programms von Südzucker für 2025 zur Pflicht – er soll die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen stärken.

Landwirte wie Marius Feldmann setzen auf diese Innovationen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch die Kombination aus der Präzision von Rinpode und dem Ertragsschutz von Kinsidro Grow hoffen sie, die schrumpfenden Margen und instabilen Marktbedingungen auszugleichen.

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Der Rückgang der Anbauflächen spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten der Branche wider, die durch Preisdruck und Handelspolitik zusätzlich belastet wird. Neue Herbizide, Fungizide und Biostimulanzien bieten zwar Werkzeuge gegen Krankheiten und Unkräuter, doch ihr langfristiger Erfolg hängt von einer stabileren Marktlage ab. Ohne weitere Unterstützung könnte der deutsche Zuckerrübensektor 2026 einen weiteren deutlichen Rückgang erleben.

Quelle